Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 1997/2
NN

Neues von der Kletterwand

Zunächst die schlechte Nachricht: Die Kletterwand steht immer noch nicht! Aber es hat sich inzwischen einiges getan. Zur Erinnerung möchte ich jedoch nochmal etwas ausholen. Nach ersten Überlegungen und einem zunächst angedachtem Objekt (Bunker Borsigstraße) gab es im September 94 eine erste Vereinbarung über eine Kletterwand an der Turnhalle Güldenstraße. Im Laufe des Jahres 1995 wurden dann Angebote verschiedener Hersteller von Kletterwänden eingeholt und es wurde ein Antrag über einen Zuschuß in Höhe von DM 20000,- an die Stadt Braunschweig gestellt. Unserer Kletterer testeten derweilen verschiedene Kletterwände und nach Vergleich der dabei gewonnenen Erfahrungen und der Angebote, entschieden wir uns für die Firma T-Wall. Nach einigen Nachbesserungen machte uns die Firma dann ein Angebot über eine ca. 90 m2 große Wand mit Formelementen aus GfK zu DM 84943,60 (brutto). Zu diesem Zeitpunkt hatte die Sektion bereits DM 60000,- zur Verfügung gestellt. Auf der Mitgliederversammlung im April 1996 wurde daraufhin beschlossen, weitere DM 30000.- zu bewilligen. Weiterhin stellte uns der Hauptverein einen Zuschuß in Höhe von DM 7500,- in Aussicht. Im Mai 96 wurden dann die Aufträge zur Berechnung der Statik sowie für die Materialprüfung von Bohrkernen, die von der Hallenwand gezogen worden waren, erteilt. Die Ergebnisse erhielten wir im Juli 96. Leider stellte sich heraus, das das Mauerwerk nicht geeignet war, um die Kletterwand in der geplanten Weise zu befestigen. Daraufhin erstellte die Firma T-Wall eine Ergänzung zu ihrem Angebot, wobei sie nur die zusätzlichen Materialkosten berücksichtigte. Dennoch belief sich dieses Angebot über DM 25208,-.

Dies ist der Stand, wie er im Mitteilungsblatt 4/96 beschrieben wurde. Dort ist auch eine Skizze der geplanten Kletterwand zu sehen. Die Hiobsbotschaften gingen aber noch weiter. Etwa zur gleichen Zeit bekamen wir von der Stadt Braunschweig einen ablehnenden Bescheid über unseren Antrag auf Zuschuß, allerdings wurde uns versprochen, das in 1997 noch einmal über den Antrag entschieden wird. In meiner Eigenschaft als Jugendreferent habe ich dann einen Spendenaufruf verfasst, der an größere und kleinere Firmen in der Region verschickt wurde. Leider ohne Ergebnis. Gespendet haben jedoch Mitglieder der Sektion, wofür ich an dieser Stelle schon einmal herzlich danken möchte. Im August 96 war auch der Bauantrag gestellt worden, der im März diesen Jahres bewilligt wurde. Das war ja schon mal was. Leider wurden in dieser Bewilligung auch Auflagen zum Brandschutz gemacht. In einem Treppenhaus im Bereich der Kletterwand sollte das Fenster durch F90 Glas (d. h. Brandschutz für 90 min) ersetzt werden sowie eine Rauchabzugsanlage eingebaut werden. Weiterhin sollten die von uns überbauten Fenster mit F30 Glas versehen werden. Diese Maßnahmen hätten sich auf ca. DM 50000,- belaufen. Das schien das endgültige aus für die Kletterwand zu sein, zumindest an diesem Ort. Wir begannen bereits über Alternativen nachzudenken, aber die hätten uns um zwei Jahre zurückgeworfen, wir hätten ja praktisch noch mal von vorne beginnen müssen. Dann kam aber die Entwarnung. Bei einer Ortsbegehung mit Vertretern von Stadt, Feuerwehr und DAV wurde ein Kompromiß gefunden, insbesondere übernimmt die Stadt den Umbau des Treppenhauses, wir müssen nur noch die überbauten Fenster umbauen (mit G30 Glas, nicht mehr F30). Diese Maßnahme schätzen wir auf DM 3500,-. Damit sind wir gerettet. Leider stellte sich noch ein Problem mit der Statik heraus, im Dachbereich muß ein zusätzlicher Träger verankert werden, an dem dann die Kletterwand befestigt werden kann. Dies wird uns weitere etwa DM 6500,- kosten. Somit kommen folgende Kosten auf uns zu:

Kostenaufstellung
Nachtragsangebot Firma. T-Wall 25208,00
Festigkeitsprüfung 2909,50
Bauantrag 905,00
Änderung an überbauten Fenstern ca. 3500,00
Zusatzmaßnahmen im Dachbereich ca. 6500,00
Summe ca. 123966,10
bereits bezahlt
Statik -1380,00
Festigkeitsprüfung -2909,50
Bauantrag -905,00
Summe -5194,50
Restsumme ca. 118771,60
im Haushalt 97 vorgesehen 105000,00
zusätzlicher Bedarf ca. 15000,00
Den Restbetrag von DM 15000,- hoffen wir, durch Spenden und Zuschüsse finanzieren zu können. Wenn also die letzten behördliche Genehmigungen erteilt sind und der Vertrag mit der Stadt (er liegt bereits vor) unterschrieben ist, kann der Bauauftrag erteilt werden. Ich bin mal optimistisch und hoffe, im nächsten Mitteilungsblatt zur Einweihung einladen zu können.

Bis dahin also.
Günter Gersdorf, Vorsitzender Kletterwandauschuß

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V.9. Juli 97