Wir hatten am 21. 9. 1997 Kinderwandern. Da hieß es für uns, wieder ein paar Vorbereitungen zu treffen. Schon mehrere Wochen vorher arbeitete ich ein Frage- und Antwortspiel. Ich wußte aus Erfahrung, daß sich das Alter der Kinder zwischen 9 Monaten und 12 Jahren bewegt. So mußte ich zwei verschiedene Fragen und Antworten zusammenstellen. Die "Großen" z. B. bekamen die Frage: "Im Harz gibt es einen Berg, den man mit der Eisenbahn und Pferdekutsche erreichen kann. Wie heißt der Berg und wie hoch ist er?" "Die Kleinen" mußten mir beantworten, welches kleine Tier Gänge unter der Erde macht und große Erdhaufen aufwirft.
Montag, 15. 9. 1997
Wenige Tage vor der Wanderung gingen Wolfgang, Hund und ich die Strecke an der Granetalsperre ab, denn dort sollte unsere Wanderung beginnen. Auf gut befestigtem Weg gingen wir am Stausee ca. 5 km entlang und erreichten einen schön gelegenen Grillplatz. Als kleine Überraschung für die Kinder lag ca. 300 m entfernt ein großer Spielplatz mit 20 Spielgeräten aus Holz. Da waren eine Wippe, eine Eisenbahn, Schaukel und viele andere Spielmöglichkeiten.
Zwei Tage vorher wußte ich noch nicht, wie viele Kinder an der Wanderung teilnehmen würden. Die Anmeldungen kamen dieses Mal schleppend. Bis jetzt standen erst 5 Kinder auf meiner Liste. Ich bereitete dementsprechend Fragebogen vor.
Samstag, 20. 9. 1997
Einen Tag vor dem Ereignis bekam ich die letzte Meldung - 10 Kinder!
Am Abend rief Rainer aus Wolfsburg an. Er bringt noch 2 Kinder mit. Fünf Minuten später rief Michael aus Broitzem an. Ein Kind kommt nicht, aber dafür drei andere!. Ich kam ins Schwitzen und Rechnen: "macht 14". Nun mußte ich noch etliche Fragebogen nacharbeiten. Da ich keine Kopien mache, hieß es also, noch fleißig schreiben. Ich saß bis 23.30 Uhr, dann war endlich alles fertig.
Sonntag,
21. 9. 1997
Das Wetter versprach gut zu werden. Ich hatte genügend Zettel, und für Süßigkeiten und kleinen Überraschungen aus der ehemaligen Schatzkiste war gesorgt.
Um 10.00 Uhr trafen wir uns am großen Parkplatz an der Granetalsperre. Es war schon lustig anzusehen, wie aus jedem Auto Kinder kletterten, Kinder- und Bollerwagen zusammengebaut wurden. Nur aus unserem Auto sprang kein Kind, sondern Laika, unser Gruppenhund. Nun waren wir alle komplett: 18 Erwachsene, 14 Kinder, 1 Hund!
Noch auf dem Parkplatz wurden Micki-Maus- Hefte verteilt, Grillgut verstaut und die Rucksäcke geschultert. 20 Minuten später ging es los in Richtung Grillplatz.
Die Kinder und der Hund gaben das Tempo an. Wie aufgezogen liefen sie am See entlang. Lisel und ich gingen eine Strecke des Weges zusammen und unterhielten uns, als sich uns in jede Hand je eine kleine Kinderhand schob. Sie gehörten Louisa und Stella. Nun mußten wir viele Fragen beantworten und mit den Beiden 1 - 2 - 3 - Hops spielen.
Uns allen verging die Zeit wie im Flug. Viel zu früh kamen wir an dem Grillplatz an. Während die Erwachsenen sich um das Grillgut kümmerten, verteilte ich meine Fragebogen. Nun war einige Zeit Ruhe eingekehrt. Jeder wollte alles ausgefüllt wieder abgeben, denn schließlich wartete am Ende wieder eine kleine Überraschung. Dann wurde wieder getobt, verstecken gespielt und die Umgebung mit der Höhle erkundet.
Nach dem Grillen und Essen, es wurden die letzten Würstchen noch mühsam an den "Mann" gebracht, ging es langsam in Richtung Spielplatz. Kaum waren wir angekommen, nahmen die größeren Kinder die Spielgeräte in ihren Besitz. Auch die Kleinen liefen los und waren begeistert. Die Eltern suchten sich einen Rastplatz und konnten sich auch mal in Ruhe unterhalten.
Nach einiger Zeit rief ich die Kinder zusammen und öffnete die Schatzkiste. Zum Vorschein kamen: Überraschungseier, Schlüsselanhänger für die Großen und Plastiktrompeten für die Kleinen, außerdem noch Süßigkeiten.
Um alles komplett zu machen, stellte sich am Spielplatzrand ein Eiswagen auf. Es sprach sich schnell herum und bald leckten alle ein Eis. Es war eine willkommene Überraschung, die aber von uns nicht eingeplant war! - Oder doch? --
Wir wollten um ca. 15.30 Uhr aufbrechen, so daß wir die Heimfahrt gegen 17.00 Uhr antreten konnten. Es gelang uns, alle langsam wieder zu mobilisieren und die 5 km zum Parkplatz zurück zu gehen. Die großen Kinder mit Eltern liefen vorne an der Spitze und strebten dem Parkplatz zu. Aber die Gruppe zog sich schnell auseinander. Es waren halt auch kleine Wanderer unterwegs, die langsamer gingen und zuletzt auf den Bollerwagen ihren Platz bekamen. Sie hatten schon viel geleistet. 5 km Fußmarsch hin, ausreichend gespielt und waren ein Stück des Weges wieder zurückgelaufen. Die Beine waren schwer vom Wandern, aber der Mund blieb nicht still. Ich ging als Letzte, hatte wieder meine kleine Freundin Louisa an der Hand und mußte noch ganz viele Fragen beantworten. Es endete aber immer mit einer Gegenfrage: "Warum?"
Am späten Nachmittag erreichten wir den Parkplatz. Kinder, Bollerwagen und Rucksäcke wurden in die Autos verstaut, dann verabschiedeten wir uns. Es war eine gelungene Kinderwanderung!
Bruni Watteroth
Über eine weitere Veranstaltung, die für Familien mit Kindern besonders
interessant ist, hat Rita Ewert ausführlich berichtet. Bitte, lesen Sie
Näheres unter den Veröffentlichungen der Hochtourengruppe (Adventfeier
der Hochtourengruppe) nach.