Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 1998/3
Familien+Hochtourengruppe

Kinderklettern an der Teufelsmauer


Neinstedter TeufelsmauerAm 7. Juni 1998 um 10.00 Uhr trafen wir alle auf dem Parkplatz in Timmenrode ein. Wir hatten Sonnenschein, und eine schwülwarme Luft ließ uns schon beim Stiefelanziehen schwitzen.

Gemeinsam an der Teufelsmauer angekommen wurden erst einmal die Rastplätze eingerichtet, für die Kinder Klettergurte verteilt und angelegt. Das brachte schon Aufregung mit sich. Entweder war der Gurt zu groß oder das Kind zu klein oder der Schraubkarabiner baumelte am Hosenboden. Aber schließlich paßte doch alles richtig, als es ans Klettern ging.

Mit bunten Fahrrad- oder Kletterhelmen ausgerüstet stand bald eine kleine Schlange wartender Kinder vor der großen Höhle, die von außen Einbuchtungen zeigte, die wie Treppen in den Fels gehauen nach oben führten. Eine leichte Tour, aber für die Kinder eine beachtliche Leistung.

Von oben hatte Horst R. und H. Schnatz Sicherungen gelegt, so daß zwei Kinder auf einmal klettern konnten. Auch lernten die "Neuen" erst einmal die Kommandos, die zum Klettern nötig sind. Zuerst zaghaft, dann doch sicherer hieß es dann: "Seil ein, ich komme!"

Nicht alle konnten schon klettern, der kleine Maximilian (18 Monate) spielte in der Zeit in dem herrlich feinen Sand, der sich am Abend zu Hause sicher noch in den Haaren und in seinen Hosentaschen fand.

Das Wappen von HamburgMein Hund war auch wieder dabei, der zwischendurch mal richtig "Gassi" geführt werden mußte. So konnten Edith und ich eine Stunde spazieren gehen und im Dorf an der Straße Erdbeeren kaufen. Wieder zurück hatten einige Familien schon Brotzeit gemacht und ein paar Kinder erholten sich vom Klettern. Sie spielten in der großen Höhle Fußball. Klein Max machte in seiner Karre Mittagsschlaf. Erwachsene lasen in der Zeitung und ein paar Unentwegte kletterten am Hamburger Wappen.

Wie immer hatte ich die kleinen Partywürstchen und dieses Mal eine Tüte Kirschlutscher gekauft. Nacheinander verteilte ich die Leckereien. Eine kleine Geschichte zu den Würstchen: Klein Maximilian hielt gerade ein kleines Würstchen in der Hand, Hund Laika kam, sah die Wurst und fraß sie dem erstaunten kleinen Mann aus der Hand. Wir alle mußten herzlich lachen, aber Max hatte es den ganzen Tag nicht mehr vergessen. Als ich die Lutscher verteilte, war seine erste Reaktion: "Wau Wau, da?" Ich mußte ihm versichern, daß ich jetzt aufpasse, und er ruhig seinen Lutscher lecken konnte. Es wird wohl eine nette Erinnerung bleiben, wenn im September das nächste Kinderklettern angeboten wird.

Annika, Hanjo und MertenDunkle Wolken und Donner ließen nichts Gutes ahnen. Aber es regnete etwa 10 Minuten, dann war der Spuk vorbei. Es waren aber trotzdem Kletterer in der Wand, die Kinder spielten weiter, bis wir uns um 17.00 Uhr zum Parkplatz aufmachten. Danach trennten sich unsere Wege und ein schöner Tag ging zu Ende.

Bruni Watteroth

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V.19. Aug. 98