Kurz entschlossen fuhren wir am Abend vor der Walpurgisnacht zur Torfhaushütte.
Ein kurzer Anruf, ob die Hütte auf sei, und los gings.
Freudig, daß so spät am Abend noch jemand kam, bot man uns warmes Abendessen an, was wir nicht ablehnten!
Bald saßen wir, drei Hannoveraner, die Wirtsleute und wir zwei aus Braunschweig, erzählend zusammen.
Endlich, so gegen 23.00 Uhr gings raus. Wir brauchten viel Geduld und Puste, um den Holzstapel mit dem nassen Holz endlich davon zu überzeugen, daß er zur Walpurgisnacht brennen muß - leider hatte keiner von uns eine Hexe gebaut.
Doch dann kam die Hüttenwirtin, Frau Gödecke, mit einem großen Weidenkorb und was da herauslugte war einfach Spitze: Ein kühles Bier zum nun endlich lodernden Feuer und dazu "Handkäs' mit Musik", gut gereift in Oel, Zwiebeln und Knoblauch.
So verging die Nacht sehr schnell und als das Feuer seinem Ende entgegen ging und es uns langsam kalt wurde, verzogen wir uns nach drinnen.
In mir sind Erinnerungen wach geworden an die Torfhaushütte, wie ich sie einmal vor Jahren kennen und schätzen gelernt habe: Gemeinsame, auch gruppenübergreifende Touren, mit gemütlichen Abenden in einer meistens rappelvollen Hütte.
Dietmar Heinemann