Am Mittwoch, 26. August, wurde es dann Ernst. Schon um 7.00 Uhr frühstückten
wir, da uns der Postbus um 7.45 Uhr nach Arzl bringen mußte.
In Arzl ging es dann bei herrlichem Sonnenschein und Blick auf den Tschirgant
in Richtung Inn zur Mündung der Pitze über einen steilen - teilweise
gesicherten - Abstieg. An der Pitze zog sich die Gruppe wie ein Lindwurm entlang
in Richtung Wald, wo auf dem dortigen Dorfplatz gerastet wurde, um dann nach
Bichl und Pitzenhöfe zu gelangen. Unterwegs bot sich immer wieder ein herrlicher
Ausblick auf die Orte Wenns und Imst mit Berg-Panorama. Nach einer Rast am Heustadl
- ab hier wanderte eine Gruppe vorweg, um Hoch- und Sechszeiger zu besteigen
- ging es über die Pitzenhöfe auf einem steilen Anstieg nach Jerzens;
von dort mit dem Postbus zurück ins Quartier.
Am 2. Tag (Donnerstag, 27. August) fuhren wir wieder mit dem Postbus bis Jerzens. Auf einem Waldweg und steilem Abstieg ging es zum Stuibenfall und dem Ort Schön, weiter auf einem alten Fahrweg an der Pitze durch Ritzenried nach Wiese, anschließend durch eine wunderschöne Schlucht bis Zaunhof, um dann bei Boden das Westufer der Pitze für den restlichen Marsch nach Eggenstall zu benutzen. Eine Gruppe stieg zur Neubergalpe und Tiefentalalm auf. Abends gemeinsame Teilnahme am Tiroler Abend in St. Leonhard.
Der Freitag (28. August) führte dann ab Eggenstall auf Fahr- und Wanderwegen
mit Blick auf das umliegende Berg-Massiv (Mittagskogel u. a.) bis Mandarfen
und mit der Kabinenbahn zum Riffelsee, der umrundet wurde. Trotz Sonnenschein
wehte ein unfreundlicher Nord-Ost-Wind.
Eine
Gruppe "Unermüdlicher" wagte den Aufstieg zum Brandner Kogel. Wieder in
Mandarfen, zurück mit dem Bus nach Eggenstall.
Am Sonnabend, (29. August) war dann der Höhepunkt der Wanderung im Pitztal: "Aufstieg zur Braunschweiger Hütte"!! Es wurden Fahrgemeinschaften bis Mittelberg gebildet, um dann über die Gletscher-Stube den Aufstieg zu wagen und nach 3 bis 4 Stunden die Hütte zu erreichen. Von hier ein wunderschöner Blick auf das ganze Gletscher-Panorama. Nach entsprechender Stärkung erfolgte der Abstieg für die Teilnehmer, die nicht in der Hütte übernachten wollten, teilweise über die Aufstiegsroute oder über den Gletscher mit dem Pitz-Express. Abends waren wir wieder wohlbehalten in der Pension.
Die Wanderung führte uns durch das Pitztal, wie es mit Sicherheit keiner erwandert hatte. In der ersten Hälfte war zwar die Markierung gar nicht oder unvollständig vorhanden, ab 2. Wanderhälfte dann wesentlich besser. Dank guter Vorbereitung von Herrn Dr. Zobel haben wir immer den richtigen Weg gefunden. Erwähnenswert ist, daß über 70-bzw. 80jährige Teilnehmer diese Tour auf sich genommen und sogar den Aufstieg zur Braunschweiger Hütte schafften!! Unser Dank gilt auch der Familie Gaugg für die sehr gute Betreuung und Verpflegung.
Es war eine Wanderung, die sicher allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Richard Braukhoff