Für den 15. April stand eine "Wanderung im Südharz zu Höhle(n) und Burg(en)" auf dem Programm.
Es ist der erste Ferientag, sind unsere Schulkinder etwa alle zu ferneren Zielen aufgebrochen? Denn es trifft sich eine sehr "junge" Gruppe: Neben den Eltern drei ganz kleine Teilnehmer im Kinderwagen, alle übrigen Kinder im Vorschulalter.
In dieser Situation ist die Eisenbahn das ideale Transportmittel für uns - alle Kinder und das Gepäck sind frei, die Erwachsenen fahren mit dem Wochenend-Ticket den ganzen Tag für je 7,00 DM. Also machen wir den Kindern die Freude und reisen im Zug gemeinsam und ohne Stress bis zum Bahnhof Scharzfeld. Angesichts unserer vielen "Kleinen" und angesichts des Wetters - es sind Schauer angesagt - beschränken wir uns auf eine kleinere Rundwanderung mit einer Höhle und einer Burg (ruine). Bald nach dem Start geht es steil bergan, den Eltern hinter den Kinderwagen wird es warm. Unter den hohen Buchen blüht es schon weiß und gelb, die Bäume selbst halten ihr Laub aber noch gut verpackt. Die Kinder sammeln Stöcke oder Steine und entdecken weitere interessante Dinge am Wegesrand. An einigen bizarren Felsen vorbei erreichen wir bald die Einhornhöhle. Sie ist 400 m lang und kann von uns besichtigt werden. Die Kinder sind von der Höhle und den Berichten über Knochenfunde eiszeitlicher Tiere sehr beeindruckt. Außergewöhnlich ist auch das Entgegenkommen des Wirtes der zugehörigen Gaststätte, der die ganze Gruppe (mit "Sack und Pack" und teilweise eigener Verpflegung) im Gastraum Pause machen läßt. Gut gestärkt begeben wir uns jetzt auf das Teilstück zur Ruine Scharzfels. Die Kinder laufen für ihr Alter erstaunlich viel. Unterwegs werden sie durch Ostereierfunde belohnt, scheinbar hat der Osterhase bei seinen Vorbereitungen hier einiges verloren. Auf der letzten Anhöhe unseres Rundweges steht die Burgruine. Auch sie spricht die Phantasie der Kinder an, einige Teile sind noch zu besichtigen. Direkt daneben bietet das kleine Schloßberg-Cafe Gelegenheit zur zweiten Pause. Als wir wieder aufbrechen, nieselt es. Desto mehr wissen wir alle es zu schätzen, daß die abschließende Etappe zum Bahnhof zurück nur gleichmäßig bergab führt. Dort kommen wir frühzeitig an. Die gemeinsame Rückfahrt bietet Gelegenheit, die wieder einmal zu reichlich bemessenen Vorräte weiter zu reduzieren oder die Erlebnisse des Tages im Gespräch mit den Kindern Revue passieren zu lassen.
Michael Krech
Wer wars