Am 17. September 1999: 20.00 Uhr starten 4 Mitglieder der Hochtourengruppe und 2 weitere Mitglieder des DAV-BS aus dem Wolfsburger Raum zur 35 Jahrfeier der Hochtourengruppe ins Pitztal.
18. September: 7.00 Uhr am Materiallift der Braunschweiger Hütte. 9.50 Uhr an der Hütte. 14 Teilnehmer sind schon anwesend. Unser Quartier ist das Führerzimmer. 2 Stunden aufs Lager - gut geschlafen. Nach einer leckeren Kasknödelsuppe noch um 15.00 Uhr zum Karleskopf gewandert. Um 18.00 Uhr eröffnet Jürgen Koziol die Jubiläumsfeier. Nach dem ausgezeichneten Festessen (Fretattensuppe, Omelett mit Geschnetzeltem, gem. Salat und Salzkartoffeln, zum Nachtisch Sachertorte und Kaffee) noch bis weit nach 24.00 Uhr gemütlich bei allerlei Kurzweil und einer Zweimannkapelle zusammen gewesen.
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Vor der Braunschweiger Hütte
Foto: Friedel Weber
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19. September: 7.15 Uhr aufstehen. Nach gutem Frühstück um 9.00 Uhr Abmarsch Richtung Rettenbachjoch. In der Höhe unseres Wasserbehälters mit Steigeisen über den Karlesferner zum Linken Fernerkogel. 11.30 Uhr am Gipfel, 3.278 m = Mittagspause. Beim Abstieg treffen wir Jürgen mit seiner Seilschaft. Diese hatten wohl etwas länger geschlafen als wir. Wir lassen uns abwärts viel Zeit und sind um 15.30 Uhr zum Kaffee mit Apfelstrudel wieder in der Hütte. Heute liegen wir um 22.00 Uhr schon im Schlafsack.
20. September: Albert weckt uns um 6.00 Uhr trotz des starken Sturmes. Die geplante Tour zum Schuchtkogel fällt aus. Weitere Mitglieder der Hochtourengruppe steigen bei dem starken Regen ab ins Pitztal. Flocki, unser Hüttenwart, kommt durchnäßt mit Vertretern der Firma Reisch wegen Neubau des Materialaufzuges vom Pitztal zur Hütte rauf. Auch diese steigen wieder ab.
21. September: Wieder 6.00 Uhr wecken. Wir wollen weiter in die Schweiz. Es hat an der Braunschweiger Hütte bis ca. 2.800 m runter geschneit. Wir sind kurz nach 18.00 Uhr in Saas Grund. Wollen morgen mit der ersten Gondelbahn zum Hohsaashütte, 3.100 m.
22. September: 8.00 Uhr mit der 1. Bahn aufwärts. 9.00 Uhr Aufbruch über die Seitenmoräne und Triftgletscher bei 40 bis 60 cm Neuschnee ohne Spur Richtung Weissmies, 4.023 m. Durch die Schneestapferei verlieren wir viel Zeit. Um 13.00 Uhr entschließen wir uns, in ca. 3.400 m Höhe umzukehren. Um 17.00 Uhr sind wir an der Bergstation. Hier sind auch die Lager der Hohsaashütte, die Hütte liegt 50 m entfernt. Dort gut und reichlich gegessen und bis 22.00 Uhr noch gemütlich beim Spiel "Schwimmen" zusammen gesessen. Wir waren die einzigen Gäste.
23. September: 6.30 Uhr aufstehen. Schönes Morgenrot. Wir wollen bis zur Zwischenstation Kreuzboden, 2.400 m, abwärts fahren, um über den Alpenblumen-Panorama-Höhenweg zum Berghotel Almageller Alp, 2.194 m, zu wandern. Ein wunderbarer Pfad mit vielen lehrreichen Blumenschildern und Ausblick auf die 4.000er um Saas Fee. Zur Mittagszeit sind wir bei der Alp. Von hier steiler Abstieg nach Saas Almagell. Kirche und alte Holzhäuser besichtigt. Mit dem Bus weiter nach Saas Grund in unser Quartier, eine Ferienwohnung. Zum Abendessen ins Hotel-Restaurant "Elsi". Beschließen für morgen, nach Zermatt zu fahren, um ev. das Breithorn, den leichtesten 4.000er, zu besteigen.
24. September: 5.30 Uhr wird geweckt. Nach reichlichem Frühstück Abfahrt nach Täsch im Mattertal. Um 8.00 Uhr in Zermatt. 8.30 Uhr in der Gondelbahn, über die Zwischenstationen Furi und Trockener Steg zur Bergstation Klein Matterhorn. 9.45 Uhr fertig zum Abmarsch. Sehr starker Wind aber gute Spur und viele Seilschaften. Um 11.15 Uhr am Gipfel des Breithorns, 4.164 m. Bei interessanter Wolkenbildung sehr gute Fernsicht: Matterhorn, Monte Rosa und viele bekannte Gipfel. Ein Bilderbuchtag. 16.30 Uhr wieder im Zug nach Täsch. Wir fahren mit Florians VW Bus noch bis Blitzingen vor dem Furkapaß.
25. September: Um 5.30 Uhr schon wieder aufstehen. 6.00 Uhr Weiterfahrt. 7.30 Uhr Frühstück in Andermatt in einer Bäckerei. Weiter über den Oberalppaß, Flims und Chur. Über Bregenz um 11.00 Uhr in Lindau am Bodensee. Die Alpenstraße über Immenstadt nach Oberstdorf. Wollten morgen auf's Nebelhorn. Aber es regnet leider in Strömen. Mittagessen im Schützenhaus, dann weiter Richtung Norden mit dem Ziel "Rhön". 18.00 Uhr Bischofsheim. Quartieren uns im Kloster Kreuzberg ein. Übernachtung mit Frühstück 25,00 DM. Im Saal der Klosterbrauerei noch einige Biere getrunken. Bis gegen Mitternacht mit einem Kirchenchor aus Zwickau viele alte Volkslieder gesungen.
26. September: Es regnet noch immer. Wir besuchen 7.30 Uhr die Kath. Messe. Anschließend Führung durch die Brauerei. Um 9.00 Uhr ein sehr, sehr gutes umfangreiches Frühstücksbuffet. Um 10.00 Uhr neblig, Wanderung zum Kreuzberg, 928 m, der höchste Berg in Nordbayern. Weiterfahrt nach Bischofsheim zum Markt und Blaskapellenkonzert. Im Nebel gegen 13.00 Uhr auf der Wasserkuppe, 950 m, höchster Berg in Hessen. Mahlzeit aus dem Rucksack. Weiter über die A 7 Richtung Heimat. Leider mit einigen Staus und weiteren Regenschauern. Um 19.00 Uhr in Fallersleben. Wieder haben wir 10 unvergeßliche Tage in den Bergen erlebt.
Friedel Weber