An unserer Kletterwand fand am Samstag, 1.Juli 2000, der 3. Durchgang zur 2.
Norddeutschen Sportklettermeisterschaft, die im Rahmen des Gegenseitigkeits-Cup
ausgetragen wird, statt.
Obwohl dies der dritte Sommer ist, in dem eine für den Norddeutschen Klettersport
so wichtige Veranstaltung auch in Braunschweig stattfindet, gab es fast mehr
begeisterteTeilnehmer und Helfer als Zuschauer. Die Braunschweiger Zeitung z.B.
hielt es trotz Absprache leider doch nicht für nötig, Ankündigungen
oder einen Artikel zu veröffentlichen. Die Besucherzahlen haben leider
auch ganz deutlich gezeigt, daß ohne Mitwirken von Medien wie Zeitung
oder Radio mit Publikumsinteresse nicht zu rechnen ist - noch nicht einmal aus
der eigenen Sektion.
Trotzdem, vielmehr gerade deswegen, war ich über die Zusammenarbeit mit
unseren Sponsoren, den Einsatz und das Durchhaltevermögen aller Helfer
und Mitwirkenden sehr erfreut. Es war gut zu sehen, daß die Zeit und die
Energie, die ich 3 Monate lang in die Vorbereitung investiert habe, auf gar
keinen Fall verschwendet war. Besonders gefreut haben mich die oft spontane
und unbürokratische Zusammenarbeit und die Verläßlichkeit und
Eigeninitiative auf die ich oft gestoßen bin. Mein Dank gilt Lisel Koziol
von der Braunschweiger Geschäftsstelle, Daniela Lendler und Birgit Walser
von ratiopharm sowie allen anderen die sicher wissen, daß sie auch gemeint
sind.
Die DAV Sektion Braunschweig e.V. konnte auch in diesem Jahr einen gelungenen Wettkampf austragen lassen, nicht zuletzt mit Hilfe der diesjährigen Sponsoren, die ich hier noch einmal nennen möchte: der Gegenseitigkeitsversicherung mit einer Geldspende, ratiopharm mit T-Shirts und Mehrweg-Bechern, Heimbs Kaffee mit Kaffee und dem nötigen Equipment, Graff mit Outdoor-Literatur, Wyrwas Studiotechnik mit einem großzügigen Rabatt auf die Musikanlage und Sachen für Unterwegs mit Berghaferln, Buchpreisen und viel Nachsehen für die vielen Vorbereitungsgespräche von Martin und mir.
Ein besonderer Dank gilt auch der TU Braunschweig, bzw. Günter für die EDV gestützte Umsetzung des Entwurfes für das Wettkampf-T-Shirt und vor allem Joachim, der mit Industrie-Kärcher und Hebebühne den Vorbereitungen und dem Wettkampf etwas professionelles gegeben hat, von der Zeitersparnis ganz zu schweigen.
Dank gilt natürlich auch denen, die ihre Bereitschaft zum Helfen erklärt haben und dann leider erkrankt sind und denjenigen, die wir gerne eingeteilt hätten, aber telefonisch nicht erreicht haben.
Auch in diesem Jahr hat die Vorbereitung der Kletterwand für den Wettkampf
ganz hervorragend geklappt. An dieser Stelle noch einmal Dank an die putzende
Hochtourengruppe (wie versprochen ohne Zahnbürsten) und die herausschraubende
Klettergruppe.
Wieder einmal sah die Kletterwand aus, wie kurz zuvor in Betrieb genommen.
Am Mittwoch bereits begannen Isabell Roloff, Thorsten und Peter Bauer sowie
Stephan Böhm die Wettkampfrouten in die Wand zu setzen. Den ganzen Tag,
zum Teil bis in die Nacht, wurden Griffe eingesetzt, Routen diskutiert, ausprobiert,
markiert, Griffe wieder herausgeschraubt und in gut gehüteten Bananenkartons
verpackt, so daß niemand Informationen über die Halbfinal- und Finalrouten
bekommen konnte. Als besonders zeitsparend hat sich das Zukleben einiger Griffe
herausgestellt.
Am Wettkampftag hatten wir trotz größter Befürchtungen bestes
Wetter und ausreichend Helfer, die trotz ausbleibender Zuschauer den ganzen
Tag ausharrten: nochmals Dank und das Versprechen, im nächsten Jahr ein
Vorbereitungstreffen für alle Beteiligten einzuplanen.
Dank der effizienten Aufgabenverteilung konnte, nach letzten Instruktionen,
der Wettkampf durch Dr. Sprenger eröffnet werden. Zum Wettkampf hatten
sich fünf Frauen und dreiundzwanzig Männer angemeldet.
Schon nach den Qualifikations-Routen zeigten sich die Wettkämpfer mit der
Arbeit der Routensetzer zufrieden, und das Schiedsgericht ließ alle teilnehmenden
Frauen und Männer im Halbfinale starten. Nach einem schönen Damenhalbfinale
erreichten Alexa und Maike im Frauenfinale , das relativ gerade durch die Dächerzone
ging, die gleiche Höhe. Während Alexas Versuch in einem normalen Sturz
endete, stürzte Maike spektakulär kopfüber und schlug mit dem
Rücken an die Wand. Glücklicherweise kam sie mit einem Schreck und
leichten Prellungen davon. Platz drei und fünf belegten mit guten Leistungen
Antonia Toppel und Anja Winkel aus Braunschweig. Den vierten Platz belegte Susann
Dahl aus Kiel.
1. Alexa von Wehren
1. Maike Husmann
3. Antonia Toppel
4. Susann Dahl
5. Anja Winkel
Bereits im Halbfinale der Herren waren schon sehr gute sportliche Leistungen
von Braunschwieger Kletterern zu sehen. Leider schafften es Holger Blum, unser
Gast aus Norden im Norden, Robert Rurkowski wegen mangelnder Wettkampferfahrung
und Philipe Campion als Plaisirkletterer nicht ins Finale. Das war dann für
die Zuschauer äußerst spannend - für die Wettkämpfer äußerst
anstrengend. Eine tolle Leistung zeigte der noch nicht lange kletternde Andreas
Nerlich, der sein erstes Wettkampfjahr bestreitet. Konstant gut kletterte Dirk
Schmelzer, der leider in der unteren Hälfte der Finalroute ausschied. Tobias
Bosse ignorierte das von befreundeten Kletterern ausgesprochnene "Sprungverbot"
und verschätzte sich prompt beim Anspringen eines Griffes und schied vorzeitg
aus.
Bei den Herren gab es nach einem sehenswerten Superfinale mit den beiden Hannoveranern
Ralf Kowalski und Uli Renger, da beide im Finale die gleiche Höhe erreicht
hatten, folgende Plazierungen:
1 Ralf Kowalski
2. Uli Renger
3. Felix Berg
3. Oliver Hartmann
5.Alexander Stahl
5. Andreas Nerlich
7. Christian Fiebig
8. Christian Staack
8. Tobias Klauder
10. Gustavo Santiso
10. Tobias Bosse
12. Dirk Schmelzer
13. Robert Rurkowski
14. Joscha Kummer
15. Phillipe Campion
16. Achim Schneider
17. Holger Blum
17. Maximilian Buckup
19. Matthias Craul
20. Florian Klauder
20. Marc Winter
22. Marten Jakob
23. Karsten Blom
Dorothea Fahlbusch