Zuerst möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer bei Sigrid und Heinrich Holste, ihrem Sohn, ihrer Schwiegertochter und den Enkelkindern bedanken für die herzliche Aufnahme auf ihrem Hof und für ihre Gastfreundschaft. Wir haben uns sehr wohl bei Euch gefühlt!
Heinrich hat eigens die Weide, auf der sonst seine Heidschnucken grasen, kurzgemäht, so dass wir einen weichen, steinfreien Untergrund für unsere Zelte fanden. Sigrid hat uns mit reichlich Kaffee am Sonntagmorgen versorgt, was einige (für die die Nacht etwas kurz war) gut gebrauchen konnten. Auch frische Brötchen wurden für das sonntägliche Frühstück mit dem Fahrrad für uns herbeigeschafft. Doch nicht genug damit, Heinrich fuhr mit seinem Schlepper samt Anhänger sieben Paddelboote bis zum Toureinstieg an der Okerbrücke in Groß Schwülper und holte sie auch alle an der Straßenbrücke über die Oker in Hillerse wieder ab. Jeweils ein Kind durfte ihn bei diesen Fahrten auf dem Trecker begleiten. Danke!
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Foto: Ralf Hartzsch
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Am Abend wurde schon bald die Holzkohle angefeuert. Die von Sigrid und Heinrich zur Verfügung gestellten Tische und Bänke wurden in einen großen Kreis gestellt. Bei sommerlichem Wetter und Wiedersehensfreude machte das viel Spaß. Die Hoffläche stand den Kindern als Malgrund für ihre Kreidezeichnungen zur Verfügung. Da konnten sich die kleineren und größeren Künstler so richtig ausleben.
Zwischendurch wurden Heinrichs Heidschnucken auf der Nachbarweide besichtigt, die kleinen schwarzen Lämmer gezählt und bestaunt. Der auf dem Grundstück idyllisch angelegte große Teich mit Brücke und Goldfischen gab den Kindern Gelegenheit zum Beobachten der Tiere und Pflanzen und zum "Angeln".
Nach dem Abendessen fanden wir Zeit, auf der Weide zwischen den Zelten Federball und Tennis zu spielen, Platz war noch genug. Einige bereiteten schon ihre Boote für den nächsten Tag vor.
Dann wurde ein Lagerfeuer angezündet, die Bänke herumgestellt, und wir verbrachten noch einige gesellige Stunden. Die Kinder durften sich auf dem weitläufigen Hofgelände frei bewegen. Bald holte Michael seine Mundharmonika heraus und spielte einige Melodien. Ralf hatte auch seine Blockflöte mitgebracht und erfreute uns mit seinen Liedern. Und als nach der Weise "Der Mond ist aufgegangen" tatsächlich der Vollmond in Erscheinung trat, kam es uns so vor, als wenn er in Schwülper viel heller strahlen und größer und runder sein würde als anderswo.
Am nächsten Morgen erwachten die 16 Eltern und Großeltern sowie 15 Kinder vom Vogelgezwitscher und den blökenden Schnucken. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Brücke über die Oker in Groß Schwülper . Die Boote wurden abgeladen und zu Wasser gelassen, den Nichtschwimmern die Schwimmwesten angezogen. Für einige sollte es die erste Erfahrung mit dem Kanufahren werden.
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Lagerfeuer
Foto: Ralf Hartzsch
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Wir lernten, wer hintensitzt, der steuert, der Vordermann gibt die Geschwindigkeit
vor. Die Oker scheint in diesem Bereich ein (noch) naturbelassener Fluß
zu sein, die Ufer sind dichtbewachsen.
Wir stellten fest, dass das Wandern mit dem Kanu zu Wasser andere Eindrücke
von der Landschaft vermittelt, als beispielsweise eine Wanderung am Ufer.
Wir betrachteten die artenreiche Ufervegetation, die Fische im Wasser und die Vögel. Einmal sahen wir einen Eisvogel direkt vor unserem Boot von links nach rechts über die Oker fliegen. Wir paddelten unter den Brücken in Neubrück und Didderse "Am Katzenberg" hindurch. Hier legten wir noch eine kleine Pause in einer Flußbiegung ein. Eigentlich wollten wir die Straßenbrücke in Hillerse gar nicht so schnell erreichen, doch weil Sophie und Daniela vorne im ersten Boot saßen und beim Paddeln nicht zu bremsen waren, mußten wir anderen mithalten und erreichten so schon in kurzer Zeit unser Ziel. Allerdings hatten wir einige Meter zuvor wegen eines gefährlichen "Sohlabganges" die Boote ein kleines Stück über Land zu tragen. Rainer und Anja versuchten anschließend, gegen die Stromschnelle anzupaddeln.
Liebe Sigrid, lieber Heinrich, für alles noch einmal herzlichen Dank, ohne euch hätten wir so ein erlebnisreiches und gutorganisiertes Wochenende nicht verbringen können.
Jutta Smolarczyk