Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 2000/4
Familiengruppe

Kletterübungen an der Hexenküche

Um dem Gewimmel zu entgehen, das an einem schönen Herbstsonntag unten im Okertal zu erwarten ist, hatten wir uns für die erste Unternehmung nach den Sommerferien eine Klippe oben auf dem benachbarten Huthberg ausgesucht. Teils bequem per Bahn und Bus, teils per PKW und dann anstrengend zu Fuß, kamen die Teilnehmer ganz in der Nähe der Käste an der "Hexenküche" zusammen. Das Wetter meinte es gut mit uns. Während wir unsere Kletterutensilien auspackten, trockneten die Felsen schon ab.

Klettern an der "Hexenküche"
Klettern an der "Hexenküche"
Foto: Bernhard Kassel

Die Kinder begannen sofort mit der Erkundung und ließen ihren Eltern erst weiter oben den Vortritt. Die zwei "schwachen Stellen" dieser Klippe hatten wir rasch gefunden und richteten dort Kletterrouten ein, die anschließend von den Kindern eifrig begangen wurden. Ganz Mutige seilten sich sogar - natürlich gut gesichert - über die Nordwand ab. Wie erhofft, machten uns den ganzen Tag über keine anderen Kletterer unsere Plätze in der "Küche" streitig. Lediglich Spaziergänger, überwiegend mit Dialekten aus dem Westen Deutschlands, verlangsamten ihren Schritt und betrachteten neugierig das Klettergeschehen. Ihr überraschtes "Ah" und "Oh" spornte unsere Kinder noch mehr an. Erst der Hunger ließ die Kinder später ins "Basislager" zurückkehren. Nach einem Picknick bauten wir unsere Sicherungen wieder ab, um noch etwas zu wandern. Dabei konnten wir weitere Klippen bestaunen, darunter die bekannte "Mausefalle". Unglaublich, wie eine kleine Felsplatte hier einen tonnenschweren Block im Gleichgewicht hält. An der Feigenbaumklippe richteten wir unsere Schritte nach einem letzten Rundblick abwärts. Am Romkerhaller Wasserfall tauchten wir wieder in die Zivilisation ein. Hier trennten sich unsere Wege , auf unterschiedlichen Routen ging es anschließend nach Hause.

Michael Krech

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V.19. November 2000