Die Kletterkonzeption wurde im März 2000 an den niedersächsischen
Umweltminister übergeben und dann auch an die zuständigen Bezirksregierungen
und Landkreise versandt. Zum weiteren Vorgehen gab es im Oktober 2000 in Hannover
einen Termin, in dem seitens der Bezirksregierungen ein Plausibilitätsgutachten
angekündigt wurde. Danach sollte sie als Gesamtkonzeption weiter diskutiert
und der Verwirklichung nähergebracht werden. Die im Dezember 2000 aus dem
Umweltminsterium mitgeteilte Linie, die Landkreise sollten über die weitere
Umsetzung entscheiden, kann uns nicht befriedigen, weil sie die Gesamtbetrachtung
zerstören würde. Auch in den Behörden halten wesentliche Fachleute
dieses Vorgehen nicht für sachdienlich. Wir versuchen derzeit also, wieder
im Landtag Überzeugungsarbeit für den Wert der Kletterkonzeption als
Gesamtkonzeption zu leisten.
Vor Ort ist jedoch schon trotzdem von den die Gebiete betreuenden Gruppen
zu handeln:
- Wo Regelungen bereits laufen (z.B. Ith, Kanstein) sind die laufenden Wegebau/reparatur-Arbeiten
usw. wie üblich weiter zu leisten, damit die Wege und sonstigen Lenkungsmaßnahmen
gleich zu Beginn der neuen Saison wirksam sind (Termine für den Südlichen
Ith siehe unten!).
- Wo die Kletterkonzeption bereits von den Landkreisen als Leitlinie akzeptiert
worden sind (Landkreis Goslar mit Okertal und südlichen Hainbergklippen),
da sind die dafür nötigen Arbeiten jetzt schon zu leisten.
- Wo noch keine Regelungen bestehen können wir uns vorbereitend schon
jetzt entsprechend der Kletterkonzeption verhalten, auch schon Kontakte mit
Behörden, Eigentümern u.ä. pflegen, allerdings noch keine Wegebau-
oder Markierungsarbeiten angehen. Bezüglich Arbeiten sollten die Betreuer
solcher Gebiete sinnvollerweise in den anderen Gebieten aushelfen.
Einzelmeldungen zur Umsetzung der Kletterkonzeption:
- Im Okertal gab es im April 2000 durch die Umsiedlung des Wanderfalken von
der Rabowklippe auf die Uhuklippe gleich vertiefte Gespräche mit der Unteren
Naturschutzbehörde beim Landkreis Goslar und mit der Forst, die dazu führten,
dass dort die Kletterkonzeption als Grundlage der Regelung von Fragen des Kletterns
und Naturschutzes angenommen wurde. Zugleich wurden vom AK Harz organisiert von
Kletterern aus den Sektionen Goslar, Braunschweig und Hannover im Juni und September
2000 an der Rabowklippe und an den Scheckenköpfen in einem Großeinsatz
die Felsen durch Fällen stark verschattender Fichten freigestellt. Dies dient
sowohl dem Naturschutz (Bewahrung seltener lichtliebender Pflanzen) als auch dem
Klettern (luftigere, rascher abtrocknende Routen). Zugleich wurde begonnen, die
freien und die gesperrten Bereiche an den Felsen durch Anbringen der international
üblichen Farbmarkierungen am Fels (x = gesperrter Bereich, Pfeildreieck =
zulässiger Einstieg, Zustieg, Abstieg) zu kennzeichnen.
- Wir haben mit der Kletterkonzeption den mit 10.000 DM dotierten 1. Preis
im Feldschlößchen-Naturschutzpreis 2000 gewonnen. Das Geld wird für
die Umsetzung der Kletterkonzeption eingesetzt.
- Für den südlichen Teil der Hainbergklippen (alles südlich
der großen Klippenkette mit Hauptturm, Bastei und Braungelber Wand) gilt
die Kletterkonzeption seit Dezember 2000 auch bereits.
- Im Wurmberg-Steinbruch brütet jetzt auch der Wanderfalke und deshalb
ist dort jetzt auch mit Sperrung bis zum 31.7. zu rechnen.
(Regelung vom Dezember 2001 siehe
hier)
- Im März 2001 soll im Okertal durch das zuständige Forstamt die
Freistellung der Adlerklippen erfolgen, d.h. dort die inzwischen sehr stark verschattenden
Fichten gefällt werden. Von uns wird dabei nur ergänzende Arbeit im
Felsbereich nötig sein.
- Außerdem ist wie in jedem Jahr die landesweite Schutzfrist vom 1.2.
bis 31.7. an Wanderfalkenhorsten zu verbreiten und für ihre Beachtung zu
werben. In dieser Zeit darf an bestoßenen Brutfelsen nicht geklettert werden.
Im Okertal werden ab 1.2. sowohl Uhuklippe als auch Rabowklippe gesperrt. Sobald
klar ist, an welchem Felsen der Falke in diesem Jahr brütet (bis Ende März
erkennbar), wird der andere Felsen wieder freigegeben.
Zum Schluss wiederhole ich mein Angebot, die Kletterkonzeption in Sektionsgruppen
von Kletterern und Wanderern persönlich vorzustellen und dazu weitere Informationen
aller Art zu geben.
Die nächsten Arbeitstermine 2001 am Ith sind: 19.05., 22.09. (Treffpunkt
Zeltplatz)
Zugleich bitte ich um konstruktive Mitarbeit, vor allem durch Beachtung
der in der Kletterkonzeption vorgelegten Regelungen und Werbung für ihre
Einhaltung durch alle Kletterer. Für den Fall, dass Unklarkeiten oder Konflikte
auftreten, nachfolgend Kontaktadressen:
Richard Goedeke, 38124 Braunschweig, Tel. 0531-6149140, Fax 2611588
Götz Wiechmann, Kassel Tel 0561-5790505 oder 0561-5296433