Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 2002/3
Wandergruppe

Premiere der Senioren -
Wanderwoche im Knüllgebirge vom 21.-28.5.2002

CollageAm Morgen des 21.5. um 11 Uhr waren schon die Ersten im Hotel "Sonneck" in Knüllwald - Rengshausen angereist und so ging es weiter bis 17.30 Uhr; dann waren alle anwesend. Die Ersten hatten schon eine kleine Wanderung in Rengshausen hinter sich. Einige saßen bei Kuchen und Kaffee im Hotel, so wie es eben immer ist. 19 Uhr Abendessen, und alle waren pünktlich an der "Futterkrippe" . Essen war gut, und anschließend wurde es noch gemütlich bei Bier und einem Schoppen Wein. Aber vorher hatte uns der Initiator dieser Wanderwoche, Heinz Oberbeck, auf die erste Wanderung am 22.5. und die vor uns liegenden Tage vorbereitet.

Morgens 9.30 Uhr nach einem inhaltsreichen Frühstück haben wir uns mit 6 Autos auf den Weg zum Boglerhaus begeben. Angekommen, hieß es aussteigen, jetzt wird gewandert zum Knüllgipfel (634 m) und Waldknüll (624 m) sowie zum Knüllteich. Nach 2 Std. wurde hier Picknick gemacht. Nach einer erholsamen Ruhepause in herrlicher Natur und schönem Wetter traten wir den Rückweg zum Boglerhaus an. Dort stärkten wir uns mit Bier oder was jeder aß oder trank. Gegen 15 Uhr hinein in die Autos und ab nach "Sonneck". So war ein schöner Wandertag zu Ende.

Am nächsten Tag, 23.5., ging es uns nicht gut. - Genau um 9 Uhr 30, als wir uns zur Wanderung trafen, da machte Petrus seine Schleusen auf. Aber nichts desto weniger ließen wir uns zurückhalten. Alle hatten Regenzeug mit, außerdem sind wir doch Wanderer vom DAV! So ging es um Rengshausen und Umgebung bis zum späten Nachmittag.

Nun haben wir leider schon das "Bergfest" erreicht, am 24.5. Wallenstein - Predigerstuhl - Hülsa - Lochbachklamm waren unser Tagesziel. Doch von der Klamm waren wir enttäuscht, es war nur ein kleines Rinnsal. Aber es kam noch besser: Wir fuhren anschließend nach Hülsa, um auf Anraten von Edith Oberbeck in einer Fabrik Blusen zu kaufen. Doch es war uns nicht vergönnt, denn freitags ist nur bis 12 Uhr geöffnet, und wir waren leider erst um 15 Uhr am Ort. Die Enttäuschung war unseren Frauen anzusehen. Es sollte am Abend eine Modenschau der Blusen starten, aber daraus wurde nichts. Und so fuhren wir in das nächste Café "Zum Oberförster" und vergaßen unsere Blusen, (vielleicht) zur Freude der Männer. So klang unser Bergfest zur Zufriedenheit aller aus.

Der 25.5. war ein trüber Tag, sodaß unsere Wanderung in eine Fahrt mit dem Auto verlegt wurde. - Wir fuhren in den Wildpark Knüll. Das ist ein Areal von 50 ha mit vielen Tieren, sodaß man gut spazierengehen kann, wenn es nicht regnet! - Gestärkt in dem kleinen Restaurant des Parkes, stiegen wir wieder in die Fahrzeuge u. fuhren nach Homberg, wo wir um 14 Uhr eine Stadtbesichtigung hatten. Homberg/Efze ist eine alte Stadt L(ca. 1000 Jahre) mit einer geschlossenen Fachwerkkulisse rund um die gotische Marienkirche. Nach der ausführlichen Stadtführung war allen kalt geworden, u. so kam uns nachher ein kleines Café gerade zur rechten Zeit ins Blickfeld, und die kaltgewordenen Wanderer stürmten hinein. So wurde es doch noch ein angenehmer warmer Abschluß der Wanderung. - Nach dem Abendessen hatte Karl Opitz einen freudigen Überraschungsanruf. Eine Urenkelin war geboren, und wir nahmen alle herzlichen Anteil. Die Freude war groß u. brachte für jeden einen Schnaps. Wir wünschten der neuen "Ehrenbürgerin" alles Gute und schickten ihr eine Karte. So war der Abschluß dieses Tages - viel Freude !

Am Sonntag, 26.5., lachte die Sonne vom Himmel. Diesmal ging es auf den höchsten Berg des Knüllgebirges, den Eisenberg (636 m). Auf dem archäologischen Rundwanderweg Krötenkuppe - Wüstung Holenstein, wo zum Teil noch die Kirchenruine zu sehen ist. Außerdem die Grenzstein-Rundwanderung auf dem Eisenberg. Eine herrliche Weitsicht bis an die Kasseler Berge. - Als wir alle 10 Grenzsteine erwandert hatten, kam der gemütliche Teil: Kaffee trinken im Eisenberg-Restaurant. - Heute hatte uns der Wettergott besonders verwöhnt.

Das Ende der "Seniorenwanderwoche" naht. Der letzte Wandertag steht vor uns, bald beginnt der Alltag wieder. Die zweite Rundwanderung um Rengshausen, ca. 13 km, wollen wir schaffen. Kleine Steigungen wechseln sich mit ebenen Strecken ab. Auf den Lichtungen können wir immer wieder einen Blick auf Rengshausen werfen. - Am Abend serviert uns die Hotelleitung zum Abschied ein warm/kaltes Büfett mit kleinen Schmankerln der besonderen Art.

Unsere beiden Filmer: Alfred Buckendahl und Dieter Hemme luden uns anschließend zu einem Video-Vortrag über die Wandertage ein. Auch ihnen sei Dank gesagt für ihre Arbeit. Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Hans Seyfarth bei Heinz Oberbeck für die geleistete Arbeit und Mühe zum Gelingen dieser "ersten" Seniorenwanderwoche mit "Knüllfeuer".

Am Dienstag wurde noch einmal gut gefrühstückt. Dann ging es in Richtung Braunschweig.

Zum Schluß der Ausführung noch etwas Statistik: Wir waren 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 58 und 88 Jahren; unser Duchschnittsalter betrug 74 Jahre.
Wir sind stolz auf uns ! !

Elisabeth Schäfer

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V.25. August 2002