Nach der kombinierten Bahn-/Fahrradtour zum Otterzentrum in Hankensbüttel stand zum Sommeranfang das traditionelle Zeltwochenende auf dem Programm der Familiengruppe. Das Ziel hatte dieses Mal die Familie Smolarczyk vorgeschlagen, den Jugendzeltplatz Almke. Weit mussten wir nicht fahren, denn Almke ist ein südlicher Stadtteil von Wolfsburg. Trotzdem waren wir mitten im Grünen, von Großstadt außer auf dem Ortsschild keine Spur.
Das Wetter stellte unseren Optimismus allerdings auf eine harte Probe: In der Nacht von Freitag auf Sonnabend hatte es heftig geregnet, für das Wochenende waren weitere Schauer und Gewitter angekündigt, eigentlich ein klarer Fall: Absage. Trotzdem fanden sich die angemeldeten sechs Familien, in etwa der "harte Kern" unserer Gruppe, zuverlässig am Treffpunkt ein. Wie sich später im Gespräch herausstellte, hatten alle eigentlich mit einer Absage gerechnet. Nur weil niemand das Thema als erster ansprechen wollte, kam es nicht dazu. Und das war gut so, denn der Regen verschonte zur großen Überraschung Almke und damit auch uns!
![]() |
Beim Beach-Volleyball
Foto: Michael Krech |
Die Zelte waren mit vereinten Kräften bald aufgebaut. Wie 2002 am Hardausee hatten wir eine Ecke des Platzes für uns ganz allein. Nachdem wir in der Mittagspause unsere Vorräte das erste Mal reduziert hatten, ging es auf die von der Familie Smolarczyk ausgearbeitete Ortsrallye. Durch Fragen zur kleinen Kirche, zu den Partnergemeinden oder zu Tieren und Pflanzen am Wegesrand lernten wir die Ortschaft etwas näher kennen. Almke ist ein hübscher, noch ziemlich ländlich geprägter Ort mit einem liebevoll gestalteten Dorfplatz, vielen schönen älteren Häusern und auffällig vielen Pferden. Anschließend nutzen wir die großzügigen Sportanlagen des Zeltplatzes zum Beach-Volleyball oder zum Fußball. Als die meisten sich einigermaßen verausgabt hatten, war der richtige Zeitpunkt zum Grillen gekommen. Gleichzeitig wurde ein Lagerfeuer entzündet, um das alle bald zusammensaßen. Anders als im Vorjahr tat die Wärme des offenen Feuers richtig gut. In der Glut wurde auch der Stockbrot-Teig knusprig braun, an den die Organisatoren ebenfalls gedacht hatten. Obwohl die deutsche Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft ein Spiel bestritt, wurde das Fernsehprogramm nicht vermisst. Diese Abendstunden am Feuer machen sicherlich den Reiz unseres Zeltwochenendes mit aus. Die Übernachtung im Freien, nur durch eine dünne Stoffbahn abgeschirmt, ist für die meisten das nächste Erlebnis. Fast alle hatten augenscheinlich keine Probleme, die Nacht entspannt durchzuschlafen. In großer Runde wurde dann gefrühstückt. Smolarczyks hatten sogar frische Brötchen organisiert! Es schloss sich der Zeltabbau an. Dann lockten uns wieder die Spielfelder. Nur die Mutigsten nutzten danach die Möglichkeit zur Abkühlung im Freibad. Dabei war es dort so schön leer! Mit einem Reste-Essen und dem letzten Aufräumen unseres Lagerplatzes ging das Zeltwochenende 2004 der Familiengruppe zu Ende - immer noch ohne Regen.
Der Familie Smolarczyk danken wir für den ausgezeichneten Vorschlag sowie für die Vorbereitung und Durchführung dieser gelungenen Veranstaltung!
Michael Krech