Mitte Dezember kam die Familiengruppe, wie in den Vorjahren, zur Adventsfeier im Harz zusammen. Am Samstag, 10. Dezember, fuhren Michael, Max und ich los - diesmal nicht zur Torfhaushütte, sondern zur Malepartushütte nach Oderbrück. Ich war sehr gespannt auf diese Hütte, eine Selbstversorgerhütte unserer Nachbarsektion Hildesheim. Das Wetter war regnerisch und für die Jahreszeit viel zu warm. Gegen 10.00 Uhr trafen wir in der Hütte ein und wurden von einigen Mitgliedern unserer Gruppe und dem Ehepaar Jürgens begrüßt, das die Hütte betreut. Sigrid Holste und Bruni Watteroth waren schon am Freitag angereist und hatten, wie im letzten Jahr, bereits viele Dinge vorbereitet und organisiert. Ich war begeistert, denn die Hütte ist sehr gemütlich, sauber und sehr gut ausgestattet. Schnell hatten wir unser Zimmer bezogen und warteten jetzt mit den anderen auf die noch kommenden Familien.
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Gegen Mittag starteten wir dann mit den Kindern zum Achtermann. Leider waren die Wege teilweise sehr matschig und deshalb für Kinderschuhe weniger geeignet, einige der kleineren Kinder hatten bald nasses Schuhwerk. Ines lief sogar einmal zurück und holte für die kleine Annette andere Schuhe. Aber die Strecke ist abwechslungsreich und daher interessant für die Kinder.
Bald hatten wir den Achtermann erreicht und machten eine kleine Pause. Für den Rückweg hatte Ines viele kleine Stoffbänder mitgebracht, mit denen einige Kinder den Weg markierten und die anderen möglichst viele Bänder wieder einsammelten. Eine schöne Idee! Am Ende versteckten sich die Kinder, die die Bänder verteilt hatten, und wir hatten sogar Mühe, sie zu finden.
Nach diesem Ausflug schmeckten der Kaffee und die vielen selbstgebackenen Kuchen und Kekse besonders gut. Wir saßen alle bei Kerzenschein - Sigrid hatte wieder einen Weihnachtsbaum mitgebracht, das Feuer brannte im Kamin - gemütlich beisammen. Wir hatten gerade begonnen ein Weihnachtslied zu singen, da klingelte es laut und das Licht ging aus. Was war los?
Die Kinder zeigten sich beeindruckt und erwarteten gespannt den Weihnachtsmann. Und was war das für ein Weihnachtsmann! - Er hatte für jedes Kind einen passenden Spruch und war so unterhaltsam, wie er besser nicht sein konnte. Vielen Dank, lieber Weihnachtsmann, Du hast uns viel Freude gemacht!!! Dann haben wir mit Gitarrenbegleitung noch einige Weihnachtslieder gesungnen und es herrschte eine wunderschöne, gemütliche vorweihnachtliche Stimmung.
So ging der Nachmittag dahin und viele fleißige Hände kümmerten sich dann um unser Abendessen. Sigrid hatte einen großen Topf leckerer Suppe mitgebracht und von jeder Familie kamen noch Salate, Brote und sogar eine Rotwein-Spende (nur für die Erwachsenen!) dazu. Bruni hatte den größten Teil der Verpflegung für alle Mahlzeiten eingekauft und ebenfalls einiges vorbereitet.
Am frühen Abend gingen noch einige, mit Taschen- oder Stirnlampen ausgerüstet, zu einer kleinen Nachtwanderung in die Dunkelheit hinaus. Für die Kinder wurde es dann Zeit zum Schlafengehen. Einige der Kids, unser Max auch, hielten länger aus und gingen erst spät zu Bett. Wir Erwachsenen saßen noch lange bei Rotwein, Bier oder sonstigen Getränken zusammen.
Am nächsten Morgen lief wieder alles perfekt: Erst ein ausgiebiges Frühstück, dann das Räumen der Betten und Lager, anschließend das große Saubermachen. Zu jeder Zeit haben alle tatkräftig mitgeholfen und dazu beigetragen, dass wir ein schönes Adventswochenende verbringen konnten. Besonderen Dank an Bruni und Sigrid, die viel organisiert und vorbereitet haben. Und ein Dankeschön auch an das nette Hüttenehepaar, das uns mit Rat und Tat unterstützte.
Rita Krech