Das zweite Mal mit 15 heiteren, frechen, quirligen, aufgeweckten und motivierten Kindern und Jugendlichen nach Franken. Wie auch im letzten Jahr, bewohnten wir mit unseren Zelten die Wiese des Gasthofes „Zur Guten Einkehr“ in Morschreut. Und einige machten es sich (ohne Zelt) im Matratzenlager des gleichnamigen Gasthofes gemütlich. Unsere Ziele waren, ganz klar, die Kalkfelsen, die sich dort im heimischen Buschwerk versteckten. Und die Felsen, die wir finden wollten, haben wir auch gefunden (was nicht immer wirklich einfach ist). Nach einem Regentag folgten vier Tage volle Sonne (was auch nicht immer die Regel ist, die volle Sonne). Den Regentag verbrachten wir, wie auch im letzten Jahr, im Erlanger Boulderraum, und der ist echt riesig. Komischer Weise hat die Kletterhalle Magnesia in Forchheim immer zu wenn wir in Franken sind. Wie dem auch sei.
Jeder Tag begann im Gasthaus erstmal mit einem ausgewogenen, fruchtigen, geselligen, süßen und wurstigen Frühstück. So das wir nach diesem, gut gestärkt, gemeinsam an den jeweiligen Felsen fahren konnten. Folgende Felsen wollten und haben wir gefunden: Wolfstein, Rodenstein und die Graischensteine. An diesen Felsen sind wir dann (du glaubst es nicht) geklettert. Da die Kids aus verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen kamen und die Altersspanne von 10 bis 15 Jahren auseinander ging, brauchten wir ja Felsen, die genug unterschiedliche Schwierigkeiten parat hatten. Wir sind dann fleißig vorgestiegen, nachgestiegen, haben (hin und wieder) Keile, Friends und Schlingen legen müssen, und uns gegenseitig gesichert. Das Schöne daran war, dass jeder für sich eine gute Einschätzung seiner eigenen Kletterfähigkeiten hatte. Einige kletterten natürlich auch am Limit und riskierten somit im Vorstieg auch mal einen Sturz. Viele „on sight“ Begehungen bis zum 7. Grad, nicht geschaffte Touren, Stürze, Genuss Kletterei, Nervenzusammenbrüche, Spaß und vergebliches Suchen nach Griffen und Tritten (im Lochkalk) waren an der Tagesordnung.
![]() |
Schattenklettern
Foto: Vanessa Gose |
Darüber hinaus hat der Fränkische Wald ja noch vieles mehr zu bieten. Der Wald wurde durchforstet, Höhlen entdeckt und erforscht, ne Holzhütte gebaut und alles Weitere erzählen dir die Kids lieber selber.
Ein Tag im Wald macht ordentlich Hunger, so dass wir uns abends ein leckeres Abendessen zubereitet, hmm, haben. Und morgens, abends und immer wieder zwischendurch wurde auf der Slakline getanzt, Haus- und Hoftiere gepflegt, quatsch gemacht, der Zeltplatz und seine Umgebung unsicher gemacht, gelacht , gestritten, sich gefunden, in Bäumen geklettert und, und, und was man eben so alles macht auf `ner Fahrt ins Grüne.
Eine gelungene Fahrt für die du dich, auch im nächsten Jahr, rechtzeitig anmelden solltest.
Wir freuen uns schon.
Erwin, Vanessa, Martin und Wulf