Vor einem Jahr entstand die Idee, wieder einmal eine Radtour zu machen. Mir gefiel Hornburg sehr gut, und so forderte ich im Verkehrsbüro Informationsmaterial an. Zwei Tage später bekam ich Post mit einem großen Angebot der Sehenswürdigkeiten zugeschickt. „Garten der Sinne“, „Nachtwächterführung“, „Stadtführung“ und „Geopark“, um nur einige zu nennen.
Ich entschied mich für eine Stadtführung, die ca. 1 ½ Stunden dauern sollte. Außerdem war von mir geplant, ein Restaurant aufzusuchen, wo man sich nach der Tour stärken konnte. Meine Wahl fiel auf den „Ruckshof“, der einen schönen Biergarten und einen Clubraum besaß. Mit dem Wirtshausehepaar machte ich den 14. Juni und die ungefähre Uhrzeit aus, und sie stellten für uns eine etwas kleinere Speisekarte zusammen.
Anfang Mai startete ich mit dem Rad, um das erste Drittel des Weges dorthin abzuradeln. Viele Wege hatte ich verworfen, neue gefunden. Das nächste Mal fuhr ich mit Gaby Lappe die gesamte Strecke bei herrlichem Sonnenschein und an den blühenden Rapsfeldern vorbei direkt nach Hornburg. In Wendessen bremsten wir beide unsere Räder, da ein unwiderstehlicher Duft von einem Bäcker uns an der Weiterfahrt hinderte. Nach der Pause mit frischem Kuchen und Kakao fuhren wir weiter, und nach ca. zwei Stunden erreichten wir unser Ziel.
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Foto: Jens Köhler |
Nun wurde es ernst, am Treffpunkt versammelten sich Lisel und Jürgen Koziol, Edith und Horst Rose, Jens Köhler, Peter Bornhorn, Ute Rabenstein, Helmut Meinecke, Karina Hartzsch, Gerhild Jüttner und ich. Der Wetterbericht sagte evtl. Regen an und nicht sehr warm, aber zum Fahren das ideale Wetter. Wir fuhren nach Melverode, wo wir an der Nikolaikirche Ellen Niklaus und Renate und Louis Campe einsammelten. An der Holzbrücke bei Rüningen erwartete uns noch Gaby Lappe.
An der Oker entlang ging es Richtung Wolfenbüttel, unter der Autobahn hindurch und die erste Steigung musste gemeistert werden. An der Richtstätte vorbei nach Wolfenbüttel, wo wir etwas durch den Ort in Richtung Atzum fuhren. Weiter ging es über Felder und einer wenig befahrenen Landstraße nach Wendessen. Dort war an „unserem Bäcker“ ein Treffen mit den letzten Teilnehmern der Radtour abgemacht. Drinnen am Tisch, bei Kaffee und Kuchen, saßen Frobald Wüstner, Waltraud Witt, Klaus Steube und Christel Ibrahim. Nun waren wir fast komplett, denn in Hornburg sollte noch Wolfgang Watteroth zustoßen.
Klein Denkte und Neindorf war unsere Richtung, zum Teil auch auf Radwegen neben der Straße. Leider war der Raps verblüht und Kornfelder bestimmten das Bild. Aber wir hatten immer weite schöne Aussichten in das umliegende Land. Kissenbrück, Bornum, Börßum, alles bekannte Orte, die man mit dem Fahrrad ganz anders erlebt. Achim wirkte für mich sehr romantisch und gepflegt, diesen Ort kannte ich vorher noch nicht. Ein doppelter Anstieg musste bewältigt werden und dann belohnte uns eine herrliche Abfahrt bis kurz vor Hornburg.
Wir sammelten uns und sahen am Horizont dicke schwarze Wolken. Ich wusste, es dauerte nur noch ca. 15 Minuten bis zum „Ruckshof“ und wir beeilten uns. Kaum dort angekommen, schnell Räder gesichert und Fahrradtaschen abgenommen, fing es an zu regnen.
Man hatte uns den Clubraum eingedeckt, und ungefähr 1 ½ Stunden konnten wir essen, ausruhen und auf einem bequemen Stuhl sitzen. Es war jetzt 11.00 Uhr .Mit dem Verkehrsverein hatte ich abgesprochen, dass uns nach dem Essen die Stadtführerin abholt. Frau Namuth kam pünktlich um 12.30 Uhr und führte uns durch den Ort. Sie hatte ein enormes Wissen und es machte ihr sichtlich Spaß, uns zu führen, und uns natürlich auch. So sind aus 1 ½ Stunden gute 2 Stunden geworden. Zum Abschied gab ich ihr und Frau Strudthoff vom Verkehrsverein je eine Tüte „Braunschweiger Bolchen“ für die gute Zusammenarbeit. Im „Ruckshof“ tranken wir alle noch einen Kaffee, so dass die kurzen Regenschauer uns nicht störten.
Um 16.00 Uhr hieß es aufsitzen und eine etwas leichtere und kürzere Route führte uns über Börßum, Dorstadt, Ohrum, Halchter zurück nach Wolfenbüttel In fast jedem Ort verabschiedeten sich ein paar Radler, um in die verschiedensten Richtungen nach Hause zu fahren. In Braunschweig waren es nur noch Edith und Horst, Jens, Karina und ich.
Die Hinfahrt betrug 35 km, die Rückfahrt 32 km. Wir hatten keinen Tropfen Regen abbekommen und niemand hatte eine Panne. Auch Karinas Rad mit einer „Acht“ im Hinterrad hat durchgehalten!
Danke an alle Radfahrer, die meinem Aufruf gefolgt waren, für die gute Stimmung und für den gelungenen Tag.
Bruni Watteroth