Wo liegt eigentlich Ostheim? Das haben wir uns zunächst gefragt, als diese Wanderwoche von Marianne und Reiner Hoppe in unserem DAV-Heft angekündigt wurde. Nun, das haben wir dann aber doch schnell herausgefunden. Also zunächst verrät schon der Hinweis „vor der Rhön“ etwas. Der Ort liegt nämlich am südlichen Rand der Rhön, an der Thüringer Grenze in einer so genannten Enklave und gehört schon zu Bayern.
Hier trafen sich am Samstag d. 21. Juni 2008 Mitglieder unserer Wandergruppe, um mit Marianne und Reiner durch die herrliche Rhön geführt zu werden. Nach einer regenreichen Autoanreise erreichten gegen Mittag zunächst nur 17 Wanderer unser Urlaubsziel. Bei unserer Ankunft hatte sich Petrus besonnen und ließ die Sonne erstrahlen.
Bei der anschließenden Stadtbesichtigung kamen wir schon zum ersten Mal in’ s schwitzen. Von einem einheimischen, gut informierten Fremdenführer wurde uns ausführlich die Stadtgeschichte erklärt. Danach haben wir uns auf den Kaffee in unserem Hotel gefreut. Am Abend wurden wir von unseren gut vorbereiteten Wanderführern Marianne und Reiner ausführlich über die geplanten Wanderungen informiert.
Am ersten Wandertag starteten wir direkt von unserem Hotel zur malerischen Lichtenburg. Im Mittelalter ein herrschaftlicher Herrschaftssitz, heute ein beliebtes Ausflugsziel. Weiter ging es über die Ruine Königsburg und den Hasenkopf nach Fladungen. Hier besuchten wir das Fränkische Freilandmuseum.
Es erwartete uns bei herrlichem Sonnenschein und bei Temperaturen über 30 ° C eine besondere Feier mit Blasmusik, nämlich das „Bieranstichfest“ der Fladunger Brauerei. Hier hatten wir also schon einen schönen Nachmittag verlebt, bevor wir mit dem nostalgischem Rhön- Zügle nach Ostheim zurückfuhren. Zu unserer Überraschung wurden wir bei der Ankunft auf dem Bahnhof von unseren Nachzüglern Inge und Klaus Lange erwartet. Nun war unsere Gruppe mit 19 Wanderern komplett.
Gundula und Stephan Blechinger
Heute geht es über die Wiesen und Matten der Hochrhön. Wegstrecke ca. 16 km. Wir starten pünktlich um 8.30 und erreichen bald unseren Parkplatz Schornhecke, 830 m. hoch gelegen. Von da an beginnt ein wundervoller Wandertag. Wir gehen über blühende Wiesen in Richtung Heidelstein. Alle Fotoapparate sind im Einsatz und auch die Fernsicht lässt nichts zu wünschen übrig.
Nach gut 1 km erreichen wir den Heidelstein und die Totengedenkstätte des Rhönklubs. Unser nächstes Ziel ist der Basaltsee und das Steinerne Haus. Am See ist unsere erste Rast. Ein schöner Ort zum Verweilen. Aber bald geht es weiter Richtung Thüringer Hütte. Auch hier wieder wunderbare Fernsicht und Wiesen über Wiesen. Gegen 12.00 h sind wir an der Thüringer Hütte . Unsere Mittagsrast machen wir jedoch ein Stück weiter an der Franziskus-Kapelle. Alle waren von diesem Ort begeistert. Gegen 13.00 h ging es dann weiter, vorher bestellten wir jedoch Plätze fürs Kaffeetrinken in der Thüringer-Hütte. Die Aussicht auf leckeren Kaffee und Kuchen beflügelte unsere Schritte Richtung Parkplatz Schornhecke. Diese Wegstrecke war nochmals von einer schönen Aussicht und Blumenpracht gekrönt. Mit den Autos fuhren wir dann zurück zu Thüringer Hütte.
Margot Eidam
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Beim Heidelstein
Foto: A.Buckendahl |
Unser heutiges Ziel war die Wasserkuppe. Sie ist mit 950 Metern die höchste Erhebung der Rhön.
Bei wolkenlosem Himmel starteten wir um 9.30 Uhr mit Pkw und erreichten gegen 10.00 Uhr Wüstensachsen. Von hier aus ging es für die Hauptgruppe zu Fuß über den Schafstein zur Wasserkuppe; drei Gruppenmitglieder sind mit dem Wagen auf die Wasserkuppe gefahren. Sie haben das Segelflug-Museum besucht, von dem sie uns bei unserem gemeinsamen Rundgang auf der Wasserkuppe berichteten. Die Wasserkuppe ist durch die Segelfliegerei berühmt geworden; ihre kahlen Kuppen sorgen für die begehrten Aufwinde und die Thermik. Am Fliegerdenkmal gab es einen Fotostop und anschließend hatten wir von 12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause zur freien Verfügung. Der Rückweg führte uns (die gesamte Gruppe) zuerst auf einem leicht abschüssigen Pfad zur Fuldaquelle. Erfrischt vom kühlen Quellwasser ging es weiter, vorbei an den Kühnesteinen und den Fuchssteinen, dann ein Stück auf dem Rundweg durchs Rote Moor zurück nach Wüstensachsen. Von hier aus fuhren wir wieder mit Pkw zum Parkplatz am Schwarzen Moor. Das Schwarze Moor soll das eindrucksvollste Hochmoor der Rhön sein. Nach einer ca. 2 km langen Rundwanderung durchs Moor, auf der wir leider aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit nur kleinere Flächen typischer Moorlandschaft zu sehen bekamen, hatten wir eine Kaffeepause wohlverdient. Die Wanderleistung betrug insgesamt ca. 17 km. Gegen 17.00 Uhrwaren wir wieder im Hotel.
Borghild Schulze
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Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe
Foto: A. Buckendahl |
Am Mittwoch fuhren wir bis in die Nähe der Milseburg (835 m). Vom Parkplatz Grabenhöfchen, vorbei am sagenumwobenen Bubenbader Teich, ging es durch Wiesen und Wäldchen zügig bergauf. Die Burg des Riesen Mils ist nur zu Fuß zu erreichen. Der markante Basaltfelsen bietet einen wunderbaren Rundblick über die Wasserkuppe bis hin zum Thüringer Wald.
Der Sage nach liegt der Riese Mils in dem Berg begraben. Eine Holzskulptur zeigt, wie er ausgesehen haben könnte. Die Milseburg ist ein beliebtes Ausflugziel. Auf dem Plateau ist eine Kapelle und eine Kanzel im Freien zu sehen. Klaus hätte beinahe einen Reisesegen gesprochen.
Der Abstieg führte uns durch das Künstlerdorf Kleinsassen, vorbei am Fuldaer Haus, und entlang der Poppenhausener Kunstmeile mit ihren eindrucksvollen Skulpturen. Unser Ziel war nach einem kurzen Anstieg die Enzian-Hütte des Alpenvereins. Mit Kaffee, Tee und Kuchen wurden wir dort verwöhnt. Das nachfolgende heftige Gewitter konnte uns nichts mehr anhaben. Die gastfreundlichen Rhöner haben den Regen sehnlich erwartet.
Der Abend klang fröhlich aus mit dem Sieg der Fußballer über Portugal
Helga und Richard Kässmann
Um 8.30 Uhr startet die gesamte Wandergruppe in 5 Autos von Ostheim nach Bischofsheim. Auf dem Parkplatz trennen wir uns von 4 Teilnehmern, die direkt zum Kreuzberg hochfahren, während wir 15 Wanderer kurz nach 9 Uhr bei herrlichem Wetter zum höchsten Berg der Bayerischen Rhön aufbrechen. Unser Wanderziel wird von Wallfahrern als heiliger Berg verehrt, da 686 n.Chr. der irische Missionar St.Kilian dort ein Kreuz errichtet haben soll. Der Aufstieg führt uns auf zumeist schattigen Waldwegen am Irenkreuz und Neustädter Haus vorbei zum kahlen Gipfelplateau, das wir ca. 2 1/2 Stunden nach Aufbruch erreichen. Unser Blick fällt auf den Sendemasten des Bayerischen Rundfunks ( 208 m ), das hölzerne Gipfelkreuz und die drei steinernen Golgatha-Kreuze (Jesus mit den beiden Schächern), die die 12. Station des zum Franziskanerkloster führenden Kreuzweges darstellen. Unter der Kreuzigungsgruppe verweilen wir wie gebannt, um die großartige Fernsicht auf die Rhönberge (Wasserkuppe, Heidelstein) zu genießen. Eine bayerische Brotzeit mit reichhaltigem Speisenangebot und Klosterbier nehmen wir gemeinsam mit den Autofahrern in der Klosterschänke ein. Nach Besichtigung der sehenswerten Wallfahrtskirche beginnen wir um 13.15 Uhr den Abstieg, bei dem uns anfangs viele fröhliche Wandergruppen entgegenkommen, die am vom Rhönklub organisierten 108. Deutschen Wandertag teilnehmen. Doch bereits auf den Rhönmatten mit herrlichem Weitblick ist unsere Wandergruppe wieder allein. Ein letzter Aufstieg bringt uns zu den Ruinen der mittelalterlichen Osterburg, wo unser Wanderführer Reiner ein Gedicht vorträgt, das uns auf die sagenumwobene Atmosphäre der im 13. Jhdt zerstörten Ritterburg einstimmt. In der Bischofsheimer Altstadt angekommen, gibt es zwei wundervolle Überraschungen : das genussreiche Kaffeetrinken bei einem ganz besonders originellen Wirt und der Besuch einer neuen russisch-orthodoxen Kirche. Vielen Dank an Marianne und Reiner Hoppe für den in jeder Hinsicht gelungenen Wandertag !
Hella Eilers
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In Oberelsbach
Foto: A.Buckendahl |
Ausgangspunkt der heutigen Wanderung ist Oberelsbach. Bei bewölktem Himmel geht es durch Wiesen und Felder, im Wald dann ein Stück entlang des Elsbaches bis zum „P“ des Schweinfurter Hauses, Auf einer Schautafel erfahren wir, dass dieses Waldgebiet ab 1978 von allen in der Rhön artfremden Gehölzen befreit wurde und ab 1998 sich wieder zum Urwald entwickelt. Auf einem Waldlehrpfad wandern wir bergan bis hin zur beeindruckenden Prismenwand, einem Naturdenkmal aus Basaltsäulen am Gangolfberg. Die Fotoapparate klicken! Über den Teufelskeller führt der steile Steig zurück zum „P“. Nun geht es anfangs auf breiten, dann auf schmalen Weg entlang des Elsbaches, den wir über einen Holzsteg queren und die Grabenschlucht auf steilem Pfad verlassen. Auf schon bekanntem Weg wandern wir durch die offene Rhön-Landschaft bis zum Basaltsee zur Mittagsrast und dann geht es gemütlich bei sonnigem Wetter zurück nach Oberelsbach.
Nach dem Abendessen bedanken sich Hella und Klaus im Namen aller mit netten Worten bei Marianne und Reiner für diese gut vorbereitete und durchgeführte Woche.
Elke Boemke