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Abseilen mit einem Bewusstlosen
Foto: Sebastian Beutin |
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Passives Ablassen mit einem Bewusstlosen
Foto: Kai Maluck |
Am 20. Juni fand ein Kurs der besonderen Art statt: es galt Techniken zu üben, von denen ein Bergsteiger oder Kletterer hofft, sie nie anzuwenden – nämlich Elemente der Bergrettung. Nun kann man meinen, da es (fast) überall in den Alpen (und sogar in einigen Mittelgebirgen, wie dem Harz) die Bergwacht oder andere Profis gibt, die einem im Falle eines Falles schon helfen werden, braucht man gar nichts zu können oder zu wissen (bis auf die 112). Aber wie auch im „normalen“ Leben die Erste Hilfe am Unfallort eine sinnvolle Maßnahme bis zum Eintreffen der professionellen Retter ist, so kann auch bei verschiedenen Ausnahmesituationen „am Berg“ die Kenntnis von einigen Tricks und Kniffen sehr nützlich sein, um einer in Not geratenen Person „Erste-Berghilfe“ zu leisten.
Kursinhalt war, wie man alleine oder mit wenigen Helfern eine andere Person aus einer Felswand heraus auf den sicheren Boden bringen kann. (Der Weg nach „oben“, z.B. die Bergung aus einer Gletscherspalte gehört zwar auch dazu, ist aber ausführlicher Bestandteil des Kurses „Spaltenbergung“, der vom Ausbildungsreferat angeboten wurde).
Fünf Teilnehmer (interessanterweise vier aus der Hochtourengruppe und keiner aus der Klettergruppe) und „Bergretter“ Kai Maluck übten an den Ziegenrückenfelsen des Okertales u.a. das gleichzeitige Abseilen von 2 Personen oder das Huckepack-Abseilen einer wachen bzw. einer bewusstlosen Person. Des Weiteren gehörte das gleichzeitige Ablassen von „Opfer und Retter“ mittels des doppelten Halbmastwurfes dazu, eine Seilverlängerung aus 2 oder mehreren Bergseilen und der Transport eines Verletzten mit Hilfe von Skistöcken (Ästen), Rucksack, Bandschlingen oder Biwaksack.
Dass es dabei trotz des ernsten Hintergrundes, einer An- und Abreise per Bahn und Regenschauerwetters auch ziemlich lustig und „gruppendynamisch höchst interessant „ zugehen kann, bestätigen bestimmt alle Teilnehmer, ebenso wie die Ansicht, dass regelmäßiges Üben und Teilnahme an zukünftigen „Rettungskursen“ für jeden aktiven Bergsteiger oder Kletterer eine wichtige und empfehlenswerte Sache ist.
Kai Maluck und Klaus Steube