Als mich unser Gruppenleiter bat, zum diesjährigen Besuch des Hochseilgartens einen Bericht zu schreiben, wollte ich spontan meinen alten Bericht (Mitteilungsblatt 3/2007) herauskramen und einfach ein aktuelles Datum drüber schreiben. Aber dann war dieser Abend doch etwas anders.
Natürlich folgte wiederum erstmal eine Einweisung in die Sicherung und Erklärungen zu den Hindernissen, an denen wir uns entlang hangeln würden. Zum Aufwärmen hat uns unser Fachübungsleiter, Axel Hake, diesmal einige Gruppenaufgaben lösen lassen. So sollten wir z. B. als komplette Gruppe gleichzeitig ein langes wie beim Seilspringen geschwungenes Seil durchlaufen, einen riesigen Seilsalat entwirren oder ein zwischen zwei Bäumen hüfthoch gespanntes Seil nacheinander überwinden, ohne es zu berühren. Die Auflösung dieser Kniffeleien verrate ich hier nicht – vielleicht möchte ja der/die eine oder andere selbst mal solche Aktionen mitmachen ;-). Da wir bei all diesen Aufgaben weitgehend noch festen Boden unter den Füßen behielten, konnten hier auch diejenigen mitmachen, die sich im Anschluss daran nicht mehr hoch durch die Lüfte schwingen wollten.
Ansonsten turnten wir wiederum in wechselnder Belegschaft auf Wipfelhöhe mehr oder weniger anmutig über die Drahtseile.
Als „neue“ Herausforderung stellte Axel uns eine 7 m hohe Leiter vor, die frei stehend mit 4 Seilen hochzuhalten war. Dies ging erstaunlich problemlos. Etwas schwieriger war es, diese Leiter zu erklimmen, denn ein leichtes Schwanken konnte nicht verhindert werden. Oben angekommen befand sich eine kleine Plattform, auf die man steigen und sich (selbstverständlich nicht ungesichert) wie ein Flughörnchen in die Tiefe stürzen durfte. Ungewohnt waren der an der Kehrseite angebrachte Sicherungspunkt und überhaupt das Gefühl, ein Stück weit frei zu fallen (Schlappseil erwünscht!), bevor man den Gegenzug der Sicherung wahrnahm.
Für das leibliche Wohl war in Form von Bratwürstchen, Salaten und geschmortem Gemüse gesorgt.
Wir hatten wieder viel Spaß, sommerliches Wetter und ich hoffe, dass wir weiter von Zeit zu Zeit solche Ausflüge machen. Immerhin waren an diesem Abend auch mal wieder HTGler zu treffen, die sonst nicht so häufig auftauchen.
Gaby Lappe