Auf Initiative von Klaus Steube und auf Einladung von Gerhild Jüttner fand am 05./06.07.09 ein sehr schönes Wander- und Kletterwochenende statt. Am Samstag, pünktlich um 15:00 Uhr, trafen wir, das sind Marion Schmidt, Klaus Steube, Werner Pokroppa und ich (Karin Gregan), bei Gerhild Jüttner in Quedlinburg ein. Sie empfing uns mit einer großen Schale leckerer Kirschen, bevor wir dann unter Gerhilds Führung zur Teufelsmauer aufbrachen. Wir wanderten durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, die uns manchmal wie eine Heidelandschaft erschien. Aber auch eine Menge Kirschen haben wir gepflückt, denn die vielen verwaisten Kirschbäume schrieen geradezu danach, beerntet zu werden.
An der Teufelsmauer probierten wir ein wenig das Klettern und den Tiefblick - jedenfalls dort, wo es erlaubt war. Dann ging es wieder zurück zu Gerhilds wunderschönem Anwesen. Auch dieser Gang war ein Erlebnis, denn wir mußten durch die Bode waten. Da dann noch Zeit war, bis auch die anderen Teilnehmer kamen, hat uns Gerhild noch eine "Dachbesteigung" präsentiert:
Wir sind in ein altes verlassenes Speichergebäude in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gegangen und konnten dann durch eine Luke in ca. 20 m Höhe auf das Dach steigen. Ich habe aber gestreikt, da meine Höhenangst siegte.
Wieder zurück bauten wir im großen Garten unsere Zelte auf. Gaby Lappe, Silke Fähnrich und Ronald Scheffler trafen dann auch noch ein, und wir konnten den Abend mit Grillen und einem romantischen Lagerfeuer verbringen. Am nächsten Morgen weckte uns der Gesang eines Pirols, und wunderschönes Wetter ließ es zu, daß wir draußen Gerhilds oppulentes Frühstück mit frisch aufgebackenen Brötchen und Kaffee, Tee und diversen interessanten Marmeladen (selbstgemacht!) genießen konnten, während unsere Zelte in der Morgensonne trockneten.
Doch dann hieß es, alles einpacken und noch unbedingt Gerhilds Garten bewundern, den sie mit sehr viel Fleiß und Mühe gestaltet hat. Und dann begann die Fahrt zum Parkplatz "Steinerne Renne" im Konvoi. Dort warteten schon Matthias Rahn und Martin Hesse auf uns. Wir mußten ca. 1 Stunde gehen, bis wir an der Silberwand eintrafen. Durch den weiten Anlaufweg erwartete uns, so glaubten wir jedenfalls, ein Fels nur für uns allein. Wer macht sich schon die Mühe, so weit zu gehen, wenn man nur klettern möchte? Aber weit gefehlt - dort waren bereits schon andere - was für ein Pech!
Doch es stellte sich heraus, dass auch sie zu unserer Hochtourengruppe gehörten: Es waren Ute Rabenstein, Peter Bornhorn und Michael Gruber Und nun begann ein wunderschöner Klettertag und für uns "Noch-Nicht-Fortgeschrittene" auch noch ein sehr lehrreicher dazu... Wir lernten, wie wir uns trotzdem absichern können, wenn wir mal den Klettergurt vergessen sollten *räusper*, und natürlich auch, wie man sich selbst abseilen kann, und ich habe meinen ersten Vorstieg in der Natur gemacht. Auch die gestandenen Kletterer kamen auf ihre Kosten, wie man am Juchizer von Peter hören konnte. Um 18:00 Uhr waren wir dann wieder zurück bei unseren Autos und fuhren heim. Vielen Dank an Gerhild Jüttner für ihre großzügige und fürsorgliche Gastfreundschaft - besonders, weil sie einen Tag später verreisen wollte und sicher noch einiges vorher zu organisieren hatte!
Und auch Dank an Klaus Steube, der das ganze mit initiert hat und denen mit Rat und Tat beistand, die ihn benötigten. Es war ein sehr gelungenes Kletterwochenende!
Karin Gregan