Am Wochenende des dritten Advent war es wieder so weit: Weihnachtsfeier im Harz.
Heute, Samstag früh, waren selbst wir Kinder schnell dabei: Frühstück, waschen und anziehen, Sachen packen und Papa fährt schon mal das Auto vor.
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Malepartushütte im Schnee
Foto: Volker Fähnrich |
Aus dem schmuddeligen braunschweiger Einheitsgrau kamen wir bald in die wunderbar weiß verschneite Winterwaldlandschaft in Oderbrück. Nachdem auch wir unseren Platz fürs Auto frei geschaufelt hatten, brachen wir auch schon bald auf, um uns einen Weihnachtsbaum zu suchen. Der Förster hatte dazu seine Zustimmung gegeben, war aber entgegen der Absprache nicht gekommen, um uns zu begleiten – das traute er uns wohl schon selber zu.
Durch den 30cm tiefen Schnee stapften wir mit unseren Eltern und einen Schlitten hinter uns herziehend in den tiefen Wald: Bäume? Natürlich viele! Aber alle unter einer großen Haube aus Schnee.
So klopften wir einige Fichten ab, um end-lich einen scheinbar kleinen, schmalen Baum zu finden, den wir gemeinsam fällten, abtransportierten und zum „Abtropfen“ unter das Dach vor die Tür stellten.
So, das war geschafft. Mittlerweile war von einigen Müttern auch schon das Mittagessen fast fertig – mh-lecker, besonders nach einer solchen Aktion!
Jetzt versammelten wir uns alle um den großen Tisch, um Schmuck für unseren Baum zu basteln: Sterne, versilberte Walnüsse, Papierbäume und vieles mehr, ergänzt durch ein paar professionelle Strohsterne. Und Papa hatte noch eine kleine elektrische Beleuchtung eingepackt.
Jetzt nur noch der Baum – immer noch völlig vereist! Aufstellen, schmücken, Kaffee trinken und weihnachtliches Gebäck dazu – endlich Weihnachten.
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Weihnachtsstimmung in der Hütte
Foto: Volker Fähnrich |
Aber, wo blieb der Weihnachtsmann? Alle raus und suchen! Mit Schlitten und Stirnlampen stapften wir Kinder voran – aber weit und breit keine Spur vom Weihnachtsmann. Auch wollte ihn von den Wanderern niemand gesehen haben. An der Schutzhütte am Kaiserweg mussten wir eine Pause einlegen (Mamas und Papas konnten wohl die mit Kindern beladenen Schlitten nicht mehr ziehen!). Hast Du schon mal einen Eiszapfen von hinten mit der Taschenlampe beleuchtet? Er leuchtet wie ein Glasfaserkabel! Dieser Weihnachtsmann! Wieder zurück in unserer warmen Hütte, hatte er doch tatsächlich unsere Abwesenheit genutzt, um den Sack mit Geschenken unter den Baum zu legen! Von ihm war weit und breit keine Spur.
So verging der gemütliche Abend bei selbst gesungenen Weihnachtsliedern, Spielen und einer kleinen Nachtwanderung für die Großen, bis auf eine (Kinder-) Hüttenwache.
Über allem hatte es die ganze Zeit geschneit. Und über Nacht wurde es richtig kalt. Den Sonntagvormittag des dritten Advent haben wir auf der Rodelwiese am Torfhaus zugebracht: Rasante Schlittenabfahrten im Doppel oder einzeln – erst unsere Eltern, die unbedingt nach Hause wollten, bereiteten dem munteren Treiben ein Ende. Angeblich waren wir Kinder müde!! Dabei fuhren die Schlitten doch mit Schwerkraft den Berg runter. Und rauf, dafür gab es doch den Lift.
Es war mal wieder ein super gutes Wochenende. Ein Dank an alle, die dafür gesorgt haben. Mütter und Väter, die organisiert, gekocht, gepackt, gebucht, gefahren, gezogen und und und haben. Und ein Dank an die Kinder, denen es Spaß gemacht hat, die mitgemacht und gelacht haben, gebastelt, gesungen, gelaufen, geschlittelt.
Und was das ganze Wochenende abgerundet hat – das Wetter, der Schnee, die Kälte, die Hütte.
Bis zum nächsten Mal.