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Liebe Mitglieder der Sektion Braunschweig,
im letzten Braunschweig Alpin hat Dr.Sprenger ein Portrait Jürgen Koziols gezeichnet und damit dessen Verdienste als langjährigen Leiter der Hochtourengruppe hervorgehoben. Als Initialengleicher J.K. möchte ich mich als sein Nachfolger Jens Köhler hier kurz vorstellen.
Wahrscheinlich hat mich mein Alter von 36 Lenzen zum idealen Amtsnachfolger gemacht, denn ich erblickte in etwa zu der Zeit das Licht der Welt, als Jürgen das Amt des Gruppenleiters übernahm.
Ich brauchte noch bis zum Jahr 2003, bis ich den Weg in die Sektion Braunschweig fand. Damals empfahl mir bei einem Diavortrag an der TU Braunschweig ein älteres und agiles Mitglied der Wandergruppe, einmal unverbindlich bei der Hochtourengruppe vorbeizuschauen, denn das wäre sicher etwas für mich.
Aus dem „Vorbeischauen“ ist ein bis heute währender Aufenthalt geworden. Von Anfang an hat mich das Gruppenleben in seinen Bann gezogen, mit seinen Diavorträgen im Winterhalbjahr, mit den oft außergewöhnlichen Wanderungen in Harz und Harzvorland und mit den erlebnisreichen Gruppenfahrten im Sommer. Als ich zum ersten Mal miterlebte, mit welcher Freude und Inbrunst diese Gruppe auch den schlimmsten Geländeverhauer mitnahm, da war mir klar, dass dies meine alpine Heimat werden sollte.
Meine Leidenschaft für die Berge habe ich im Jahre 1990 entdeckt, damals habe ich mit meinem Vater die ersten Bergtouren gemeistert und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Über die Jahre hat sich eine innige Bindung zu den Berchtesgadener Alpen aufgebaut, die erst die Hochtourengruppe aufzuweichen vermochte, indem sie mir auch andere schöne Gebiete, vor allem in den Schweizer Bergen, zeigte. Hervorzuheben ist auch meine erste Gletschertour im Jahr 2006 auf das Allalinhorn bei Saas Fee, wo mir Jürgen Koziol und Helmut Meineke als erfahrene Seilpartner zur Seite standen.
2006 intensivierte ich auch mein Engagement in der Gruppe und wurde zum Wanderwart gewählt.
In diesem März wurde mein Aufgabengebiet noch etwas größer und ich entschied mich, Jürgen Koziol als Gruppenleiter nachzufolgen. Wie das Bild zeigt, bin ich bereit, diese Aufgabe mit Freude zu stemmen, und ich bin sehr stolz darauf, dass die Gruppe mir ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Danken möchte ich an dieser Stelle Jürgen für das sauber strukturierte Amt, das ich übernehmen durfte; auch als Wanderwart blicke ich auf eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit ihm zurück.
Sehr froh bin ich darüber, dass ich mich auf ein gutes Team verlassen kann: auf meinen Stellvertreter Michael Krech, auf den Kletterwart Olaf Schröder und selbstverständlich auch auf unseren frisch gewählten Ehrengruppenleiter Jürgen Koziol. Jeder weiß schließlich, dass man sich verdiente Mitarbeiter immer gerne als Berater zurückholt! Aber die Gruppenleitung ist nichts ohne eine Mannschaft. Diese Mannschaft! Deshalb freue ich mich vor allem auch auf eine weitere interessante Zeit mit Euch in der Hochtourengruppe, sei es beim Wandern, auf Hochtour, Expedition oder beim Klettern in der Güldenstraße oder im Okertal!
Neuland ist für mich die Sektionsarbeit in ihren Gremien wie dem Beirat. Ich hoffe, dass ich auch hier einen Beitrag in der Sektionsarbeit leisten kann.
Schließen möchte ich meine Vorstellung mit Worten aus einer fremden Feder, mit einem Zitat unseres Bundespräsidenten Christian Wulff, der, wahrscheinlich ohne es zu wissen, in einem Satz seiner Antrittsrede das Wesen der Hochtourengruppe auf den Punkt gebracht hat:
„Unsere Vielfalt ist zwar manchmal auch anstrengend, aber sie ist letztlich Ouelle der Kraft und der Ideen und eine Möglichkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen.“