Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 4/2010
Familiengruppe

Paddel- und Zeltwochenende in Winsen/Aller

(20.–22.August 2010)

Freitagabend trafen sich drei Familien auf dem wunderschönen Zeltplatz in Winsen und bauten ihre Zelte direkt neben Badestrand und Bootsanleger auf. Schnell war der Grill angeheizt, und wir genossen in aller Gemütlichkeit den Sonnenuntergang. Unsere Kinder nutzten den lauen Sommerabend für Kunstsprünge vom Bootssteg.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Foto: Ralf Hartzsch

Am Samstag trafen wir uns dann mit den morgens angereisten Familien am Bootsanleger in Celle. Die Neulinge wurden in die Paddeltechnik und die Schifffahrtsregeln eingewiesen, schließlich ist die Aller ab Celle Bundeswasserstraße. Die anderen hatten damit zu tun, einige Autos zum Zeltplatz zurückzubringen, damit wir dann abends die restlichen Autos nachholen konnten. Das war eine ziemlich aufwändige Aktion, aber leider war keine Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

Die Kinder spielten am Wasser und fingen kleine Fischchen in einer Plastiktüte. Einem passierte ein Missgeschick, so dass das Wasser sich mitsamt der Minifischlein über den Weg ergoss. In einer aufwändigen Rettungsaktion wurden alle Fische eingesammelt und ihrem Element zurückgegeben. Hoffentlich wurde keines von liebevollen Kinderhänden zerdrückt.

Endlich auf dem Wasser ging es gut vorwärts bis zur ersten Pause. Alle, die schwimmen konnten und wollten, sind erst einmal ins Wasser gesprungen. Die Strömung der Aller machte einem Strömungskanal aus dem Schwimmbad alle Ehre. Abwechselnd achteten die Eltern darauf, dass kein übermütiger Schwimmer abgetrieben wurde. Dann waren alle reichlich hungrig, und die Vorräte aus Taschen und Körben wurden geplündert.

Vor dem Start
Vor dem Start
Foto: Ralf Hartzsch

Auf dem Weiterweg zeigte sich, dass der Vorteil der Strömung durch Gegenwind leicht zunichte gemacht werden kann. Die Kinder erholten sich in den Booten vom Baden und Toben und halfen auch manchmal den Erwachsenen, denen die Arme immer länger und die Paddel immer schwerer wurden. Am Wehr in Oldau war endlich (Zwangs-)pause. Hier müssen Kanus umgetragen werden. Die Schleuse ist Motorbootfahrern vorbehalten. Kaffee, Obst, Kekse, weiche Schokolade und anderen Überraschungen aus den Picknickkörben wurden vertilgt. Der Rest der Strecke bis zum Zeltplatz war dann bald geschafft.

Der eine Teil der Gruppe verabschiedete sich, die anderen hatten noch viel zu tun (Autos nachholen, Zelte aufbauen, Grill anheizen). Die Kinder tobten derweil im Wasser oder auf dem Fußballplatz. Als alle Arbeiten erledigt und das Abendbrot aufgegessen war, gab es noch eine kleine romantische Sonnenuntergangspaddelrunde für alle, die wollten.

Am Sonntagmorgen gab es in aller Ruhe Frühstück, Baden und Schwimmen. Allmählich trockneten die Zelte und konnten abgebaut werden. Nebenbei beobachteten wir die Motorbootfahrer an der Slipanlage nebenan. Besonders bestaunt wurde ein Amphibienauto, welches einfach so im Wasser weiterfahren konnte. Auch unsere Spielzeugboote mit Batterie-, Uhrwerk- oder Dampfantrieb wurden noch benutzt. Als dann endlich die Autos gepackt waren und alle genug gespielt hatten, ging es nach einem kleinen Picknick heim.

Wieder war es ein toller Familiengruppenausflug, wieder waren alle hinterher geschafft aber glücklich. Bei aller Packerei und Plackerei ist es immer wieder schön, wenn man der Großstadt für ein Wochenende entfliehen kann. Wenn man das mit Gleichgesinnten tut und die Kinder tolle Spielkameraden haben, ist es noch schöner.

Ralf Hartzsch
Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 20. November 2010