Sektion Braunschweig
 
Aus dem Mitteilungsblatt 4/2010
Jugendreferat

Sommercamp im Frankenjura

Fenja klettert
Fenja klettert
Foto: Kaja Worm

Nicht nur die Kletterkünste der 12 Kids, die mit Martin B., Johannis, Lina, mir und dem extra aus Hannover importierten Michael im Frankenjura waren, wurden während der Sommerfahrt unter Beweis gestellt, sondern auch das Talent in der Küche sollte sich bezahlt machen. Wobei Küche vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist, schließlich standen unter dem carportartigen Dach lediglich ein Herd mit 4 eigenwilligen Gasflammen und zwei Tische. Umso größer war demnach die Freude, als duftendes Abendessen seinen Weg aus der „Küche“ auf die Teller fand. Weil die Mengeneinschätzung des Essens nicht unbedingt unser Spezialgebiet war, konnten wir gleich den restlichen Campingplatz mitversorgen und uns ein bisschen beliebt machen.

Aber nun zum besseren Teil der Fahrt. Schließlich sind wir ja nicht mit der Intention das „Perfekte-Dinner“ nachzuspielen, sondern um zu klettern, ins Frankenjura gefahren. Mit insgesamt drei Klettertagen in drei verschiedenen Gebieten ist jeder gut auf seine Kosten gekommen. Einige wagten ihre ersten Vorstiegsversuche am „Richtigen-Fels“ andere brachten ihre Leistungsgrenzen auf ein ganz anderes Niveau und ich glaube, ich tue niemandem unrecht, wenn ich behaupte, dass alle reichlich Spaß hatten.

Ein weiteres sicherlich erwähnenswertes Felserfahrungshighlight war das selbstständige Abseilen aus fast 20 Metern Höhe. Das Wetter hatte sich perfekt mit der Aktion abgestimmt, kaum war das letzte Kind unten, erhöhte sich die Luftfeuchtigkeit unangenehmer Weise schlagartig. Aber für „echte Nachwuchsbergsteiger“ stellte das natürlich kein Problem dar.

Reisegruppe
Reisegruppe
Foto: Kaja Worm

Wer so viel klettert muss auch mal eine Pause machen und sich stärken. Ganz klarer Fall. Angesichts der Tatsache, dass wir uns in diesem Punkt alle einig waren, haben wir in den gemeinsamen Pausen meist „Dinosauriereier- Melonen“ geschlachtet und aufgefuttert. Zudem haben wir auch noch einen größeren „Eintagespausenruhetag“, der allen ganz gut getan hat, im Felsenfreibad eingebaut.

Insgesamt wurde sowohl von den Kids als auch von den Betreuern an positivem „Feedback“ nicht gespart. So wurde die Fahrt nicht nur als „lustig“ (Marika), „außergewöhnlich und lehrreich“ (Dustin), „interessant“ (Johan), „überraschungsvoll“(Georg), „schön“ (Levin), „sehr gut“ (Lars) sondern auch als „anstrengend und lecker“ (Lukas) beschrieben.

Fritz der
Fritz der Sicherungsfachmann
Foto: Kaja Worm

Auch die Betreuer waren von der „lustigen“ (Lina), „entspannten“ (Martin), „äußerst selbstständigen“ (Michael), „gut als Team fungierenden Gruppe“ (Johannis) sehr angetan.

Zusätzlich wurde es auch als angenehm empfunden, dass der Altersunterschied zwischen den Teilnehmern und den Betreuern nicht allzu groß war und obwohl sicherlich alle ein wenig Schlaf nachzuholen hatten, war es schade, dass die Zeit am Fels jedes Jahr so schnell vorbei ist.

Also liebe Grüße von der Sommerfahrtstruppe.

Bis nächstes Jahr

Kaja Worm

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 20. November 2010