Liebe Mitglieder, liebe Bergfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich mich in der letzten Ausgabe unseres Mitteilungsblattes ziemlich ausführlich über den Status der Sanierung unserer Braunschweiger Hütte, unseres Jahrhundertprojektes, ausgelassen habe, möchte ich mich in bautechnischer Sicht dieses Mal kurz fassen. Nur so viel: die Arbeiten an und in der Hütte sind praktisch abgeschlossen, und bemerkenswert: sogar das durch die nicht zimperlichen Bauarbeiter ziemlich ramponierte Umfeld der Hütte ist wieder aufgeräumt, bedarf nur noch einer sparsamen alpinen Begrünung, die im kommenden Jahr wohl wieder durch Arbeitseinsatz – Sigbert Goebel und seine Mannen können es ja nicht lassen – vollzogen werden wird. Grund zu großer Freude!!!
Aber auch aus wirtschaftlicher Sicht besteht Grund zu Freude und Zufriedenheit. Die Provisionsabrechnung für das Übernachtungsgeschäft diesen Jahres, die uns dank des neu eingeführten Kassensystems verlässlich bereits Anfang Oktober zugestellt wurde, d.h. wenige Tage nach Saisonende, weist 8.587 Übernachtungen aus (Vorjahr 7.909). Erstmalig wurde inklusive Hütten- und Maschinenpacht ein Ergebnis in Höhe einer sechsstelligen Zahl erreicht. Ein wenig geht davon noch ab, denn auch die Hüttenmannschaft muss für die Reinigung der Hütte und das Bettenmachen bezahlt werden. Aber es steht uns ein weiter gesteigerter Nettoertrag des Wirtschaftsunternehmens Braunschweiger Hütte für die Verzinsung und Tilgung der unvermeidbaren Kredite zur Verfügung. Darüber werden wir Ihnen im Detail auf der Mitgliederversammlung des kommenden Jahres berichten.
Nun gilt es die teilweise noch offenstehenden Zuschüsse aus öffentlichen Kassen im Lande Österreich „einzusammeln“, d.h. sauber zu begründen und zu belegen, um so unsere finanziellen Belastungen in finanzierbaren Größen zu halten.
Was sollte man tun, wenn man Grund zur Freude hat? Eine Feier veranstalten!! Dafür haben wir dreifach Grund: Einweihung der „Neuen“ Braunschweiger Hütte, 120-jähriges Bestehen der Hütte und schließlich Cilli Auer betreut und verpflegt die Gäste der Braunschweiger Hütte seit nunmehr 30 Jahren. Wie Sie es mit Tochter Melanie, Schwiegersohn Stefan und der Mannschaft tut, ist ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit unserer Hütte.
Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand werden wir zwei Feiern abhalten: am Freitag, 07. September 2012, für unsere Mitglieder und am 08. September 2012 für die offiziellen Gäste. Zwischen beiden Feierlichkeiten wird am Samstagmorgen ein Berggottesdienst stattfinden. Die Hochtouren-, Ski- und Wandergruppen haben schon ihr Erscheinen angekündigt. Selbstverständlich sind alle Mitglieder, auch die nicht in Gruppen organisierten, herzlich eingeladen. Um zu einer verlässlichen Planung zu kommen, werden wir Sie in der Ausgabe Braunschweig Alpin zu Beginn des kommenden Jahres über den genauen Ablauf informieren und Sie bitten, uns Ihre Teilnahme verbindlich mitzuteilen.
Gestatten Sie mir noch eine letzte Anmerkung zum Thema Hütte: die wohl berechtigte, aber doch ziemlich umfangreiche Berichterstattung über die Hütte – führt zu Recht zu einem gesteigertem Interesse unserer Mitgliedschaft an dem teuren Erbe der Gründerväter: Nachdem inzwischen Eiskurse ,veranstaltet von unserem überaus kundigen Robert Rurkowski auch für „Anfänger“, nicht mehr nur auf dem Taschachhaus stattfinden, vielmehr auch im Gletschergebiet unserer Hütte, hat seit langem erstmalig wieder eine Jugendfahrt unter Führung von Axel Hake stattgefunden und großen Anklang gefunden. Wie der Bericht in dieser Ausgabe zeigt, haben die jugendlichen Teilnehmer trotz widriger Witterungsverhältnisse viel Spaß gehabt. Ebenso hat sich ein Team der Hochtourengruppe unter Anleitung von Kai Maluck auf unserem Gletscher für die sommerliche Reise in die Urner Alpen/Furkapass ertüchtigt.
Auch die anderen Gruppen waren viel unterwegs, so die Wandergruppe im wildromantischen Schlaubetal in Brandenburg, ein Wanderparadies, das ich kurz nach der Wende mit Freunden kennengelernt habe. Die Skigruppe hat dieses Jahr auf die große Radtour verzichtet und sich auf eine Kultur- und Wanderreise über Krakau – eine faszinierende historische Altstadt – in die Hohe Tatra begeben. Neben ziemlich anstrengenden Wanderungen in diesem steilen Gebirge erfreuten wir uns an den noch zahlreich vorhandenen gotischen Altären mitteleuropäischer, vornehmlich deutscher Einwanderer im Gebiet der Zips.
Die Klettergruppe hat sich wohl vor allem an den steilen Wänden in der Güldenstraße abgearbeitet. Den Veranstaltern des wiederum erfolgreichen 3. Norddeutschen KinderKletter Cups ist für ihren Einsatz zu danken. Sicher wird aus manchem der munteren Bergsteigerkinder mal ein richtiger Alpinist.
Wie Sie, sehr geehrte Mitglieder, Senioren und auch Mitglieder der jüngeren Generationen, aus der holzschnittartigen Schilderung des aktuellen Sektionslebens schlussfolgern können: das Leben in der Sektion ist durchaus lebendig. Damit es auch zukünftig so bleibt, haben unser 2. Vorsitzender, Klaus Prenner, und unser Jugendrefernt Holger Seidel einen nachdenklich machenden und hoffentlich auch motivierenden Beitrag über das Ehrenamt geschrieben.
Ich wünsche allen unseren Mitgliedern für den Rest des Jahres eine angenehme Zeit, verbunden mit Geselligkeit in den Gruppen, den Kletterern in der Güldenstraße noch viel Sonne und wenn es dann bei Frost und Schneetreiben draußen wirklich nicht mehr geht, dann kann man ja noch bouldern.
Es grüßt Sie herzlich Ihr