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Boofe
Foto:Michael Sieder |
„Micha – bitte kanns’de die Spinnen da weeegmachen!!!?“... na immerhin war unsere geräumige Boofe an der Teufelsmauer im berühmten Sächsischen Felsenmeer (noch) trocken, die Regenwolken folgten uns ja konstant mit 130 auf der Autobahn. Kein Problem, Sarotti, aus Berlin dazugestoßen, nahm einige der Tierchen liebevoll in die Hand, ich wählte die doch etwas robustere Variante. Das Saxn- Abenteuer mit 7 Steinbeißern, Thorsten und mir konnte beginnen...
Aber wann man auch in der Nacht aufwachte, es schüttete und schüttete. Die Kalkulation war einfach, sogar nachts... mindestens 1 Tag Kletterverbot. Denn das, was man in Saxn nicht gebrauchen kann, ist ... Regen. Also wohl Samstag wandern, Sonntag klettern.
Früh keine Besserung, das Wetter hatte gut durchgehalten. Die Ersten fingen an, eine Kanalisation um die Isomatten zu graben, andere verlegten zwangsweise den Standort. Ne Boofe ist nun mal kein Hilleberg.
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Gipfelbuch
Foto:Michael Sieder |
Nach dem Frühstück der Entschluss: XXL. Aber nicht bei Burger King, sondern in Heidenau bei Pirna. Die Kletterhalle hatte Einiges zu bieten, sogar einen Riss. Wie nah können Glück und Schmerz doch beieinander liegen bei dieser ungewohnten Art des Höhengewinns.
Abends zurück zur Boofe, mampfen und Karten spielen. Ich kramte das Kultbuch „Wir müssen da hoch“ von Peter Brunnert raus, und interessanterweise lauschten die Steinbeißer der Geschichte einer 7c-Begehung an der Wolfsfalle andächtig. Bloß ich hatte zu tun, die Sätze flüssig aneinander zu reihen vor lauter Wein/ Lachkrämpfen... „Ohne Ginndergopf brauchsde da ni einsteign. Der liescht obn im Hundebahnhof wie’n Hommr! Frühr hab’sch da mol `n Hälm gelägt, `sging ooch!!...“ Spätestens bei „Also nur nicht hetzen beim Schlottern!“ konnte ich nicht mehr, weil das ist einfach Saxn, und das ist geil!
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Da sitzt er – der gefürchtete Ruhestörer, der Bilch
Foto:Michael Sieder |
Ach wenn wir zwei Trainer es den Steinbeißern doch zeigen könnten... In der nächsten Nacht – kein Regen, neeee! Aber die Bilche hatten sich scheinbar bestens organisiert und taten alles, um uns zu zeigen, wer Herr im Hause ist. Putzige Kerlchen, bloß nicht, wenn sie einem ins Ohr schreien. Fehlte nur noch, dass der in Saxn wieder heimische Höhlenbär auftauchte :- ). Dafür hüpfte aber munter eine Kröte über Finnjas Schlafsack. Mit „Sprung 4“ rettete sich die Kröte wieder auf den gewohnten Untergrund.
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Auf dem Gipfel der Kleinsteinwand
Foto:Michael Sieder |
Sonntag früh dann – super Wetter!!! Raus aus den Federn, Zeug zusammenpacken, auf, auf, Zeit ist Klettern. Die Felsen allerdings noch so triefend, dass wir zur straffen Wanderung im wahren Elbi tendierten: Wilde Hölle, Carolafelsen, Schrammsteinaussicht, Jägersteig wieder runter. Die Beine schon ziemlich schlapp, mutierten Wanderer zu „Bürgern“, Felsnadeln zu Pommes und tiefe Schlotten zu Vanilleeis. Aber nix da, jetzt war der Sportsgeist der Trainer erwacht... „Koooommt, kurze Autofahrt, nur 10 Minütchen zu laufen, und dann ruft der (endlich abgetrocknete) Gipfel!“ Und da saßen sie nun, auf der Kleinsteinwand, und hatten sich alle im „Gippelbuch“ verewigt, 5 über den witzigen Höhlenweg (IV) und 2 über den alpinen Abendweg (V). Ja, das war sie, die erste Saxn-Fahrt der Steinbeißer, und es sollen noch viele folgen...