Sektion Braunschweig

Informationen der Arbeitsgruppe „Kooperation Kletterzentrum“.

Die Mitgliederversammlung hat im letzten Jahr zwei Arbeitsgruppen initiiert, die Vorschläge zum „Klettern in der Halle“ erarbeiten und in einer zukünftigen Versammlung vorstellen sollen. Die AG „Vereinszentrum“ (also eigene Halle plus Vereinsheim) hat hier regelmäßig und auf der Homepage berichtet. An dieser Stelle nun ein Bericht von der AG „Kooperation“ (Stand Ende März 2018).

Bei unseren Gesprächen geht es um das Gelände am alten Westbahnhof, vielen als Fliegerhalle bekannt. Das Grundstück hat vor ein paar Jahren eine Investorengruppe um den Designer Nils Könekamp erworben und die alte Fliegerhalle in eine Boulder- und Kletterhalle umgebaut (Eröffnung war am 9.4.2018). Ebenfalls entstand auf dem Gelände ein Kletterturm, der durch den neu gegründeten Verein „Boulder e.V“ mit finanzieller Unterstützung der Stadt errichtet wurde. AG und Sektionsvorstand haben im letzten Jahr mit dem Boulder e.V. vergünstigte Eintrittspreise für Jugendgruppen vereinbart und die Zusage erhalten, dass alle Sektionsmitglieder dort klettern dürfen, auch ohne Mitglied im Boulder e.V. zu werden. Die Fliegerhalle selbst wird kommerziell betrieben und bietet regelmäßigen Gruppen von Vereinsmitgliedern ebenfalls vergünstigte Eintrittspreise.

Fliegerhalle

Die Besitzergruppe beabsichtigt, eine weitere, große Seilkletteranlage (avisierte Kletterfläche 1800 qm, maximale Höhe 17 m) zu errichten. Wir wurden eingeladen, mit bis zu ca. 30% Anteil in eine neue Gesellschaft einzusteigen, um durch vereinigte Kräfte (finanziell und personell) den Klettersport „mit einem großen Wurf“ in der Region weiter voranzubringen, anstatt zu konkurrieren. Als Sektion hätten wir neben der Vervielfachung der Klettermöglichkeiten auch Pachteinnahmen auf der Habenseite. Bei so einer Kooperation würden wir nur einen Bruchteil der Investitionen aufbringen, die für eine eigene Halle notwendig wären, hätten also auch ein geringeres finanzielles Risiko. Speziell durch die Präsenz unserer Jugendgruppen und dem Ausbildungswesen vor Ort könnten wir ganzjährig attraktiver werden und neue Mitglieder für die Sektion gewinnen. Mit der logistischen Betreuung der Halle wären wir nur partiell belastet, denn diese liegt dann in professioneller Hand bei einer Betreibergesellschaft. Wieweit dieses Angebot für uns als gemeinnütziger Verein umsetzbar ist und welche steuerrechtlichen Hürden dabei zu beachten und zu regeln sind, wird zurzeit intensiv geprüft. Dafür konnten wir einen Steuerfachmann gewinnen, der dies nicht nur beruflich macht, sondern auch noch ehrenamtlich in der Sektion Hannover tätig ist.

Klaus Steube

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 3. Mai 2018