Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2017
Jugendgruppe

JDAV-Nord Pfingstcamp 2017

Erlebnisbericht aus Braunschweiger Sicht

Michael Sieder

Auch dieses Jahr lockte das vom JDAV-Nord organisierte Pfingstcamp viele Jugendliche aus ganz Norddeutschland auf den kultigen Ith-Zeltplatz. Aus Braunschweig stießen diesmal fünf Steinbeisser (Lena, Enes, Benno, Tanja und Thorben), eine MKGlerin (Sandra) und der Bergwichtel Jamil mit dazu. Gleich Freitagabend nutzen wir das noch gute Wetter, um nach dem Aufbauen der Zelte gen Fels zu streben. Thorsten schnappt sich Lena, Tanja und Sandra, um per komprimierter Lehreinheit kräftig „Keile auszuteilen“, während sich Enes, Benno und Thorben im Abendlicht dem Direkten Kakteenweg zuwenden und dies mit einer Standplatzbau/Abseilaktion verbinden. Nachfolgend in Stichpunkten weitere Highlights dieses sicherlich noch ausbaufähigen Events:

Fr, 21:30 – die Wiese hat gehörig an Zelten gewonnen, das Camp kann beginnen; Jamil klingt sich mit bei den gleichaltrigen Hamburgern ein und ist dort super glücklich.

Sa, 08:00 – Frühstück, Einteilung aller Jugendlichen in Gruppen; Thorsten und Micha bereiten ihre Lehrstationen „Legen mobiler Sicherungen“ und „Material- und Schlingen-/ Knotenkunde“ am Fels vor. Enes, Benno und Lena nehmen anstatt zu Klettern an ´ner tollen Höhlen“fahrt“ (Bärenhöhle) teil.

Sa, 15:00 – Thorsten baut, nicht gerade amüsiert, seine Station am Probierstein wieder ab, weil sich keine Gruppe dorthin „verirrt“. Micha hat am Twägerstein mehr Glück und kann in Summe zwei Gruppen mit Videos, ´ner Menge Lehrmaterial, mathematischer Physik und Praxiseinheiten plus Seilkletterei beglücken. Hand aufs Herz, wer kann mit der Faustformel „F“ = d2x20 praxisgerecht was anfangen? In der letzten Gruppe nutzt Micha die Chance, um zusammen mit Katarina aus der DAV Sektion Osnabrück am Umlenker Stand zu machen, umzubauen und abzuseilen. Wichtig hierbei die obligatorische „Lastübergabe“ im Rahmen der Umbinde-/Abseilaktion. Dieser Begriff soll noch eine Rolle spielen…

Sa, 22:00 – nach dem tollen Abendbrot, hergerichtet durch viele fleißige JDAVler eingeschlossen unsere Wiebke, sitzen wir am Lagerfeuer und wie per Zufall stößt oben erwähnte Katarina hinzu. Micha kann es nicht lassen, ihr Kurzzeitgedächtnis zu prüfen und nach dem Zauberwort zu fragen, was beim Umbauen/Abseilen eine große Rolle spielt… „ähhh, hmmm, … Druckausgleich“ widerfährt es Katarina. Thorsten fällt bei entgleisenden Gesichtszügen die Kinnlade runter und er dabei fast vom Baumstamm. Wir überlegen, ob wir den „Druckausgleich“ ins offizielle Lehrmaterial des DAV aufnehmen lassen sollten.

Bauarbeiter am Kamel
Foto: Michael Sieder

So, 08:00 – Frühstück wie immer im EPZI: Ein Junge vom benachbarten Tisch verlangt nach der „Schmierschokolade“. Wir geben ihm vorsichtshalber die Nutella, ohne ihm eine zu schmieren :-).

So, 10:30 – über 100 Jugendliche und Erwachsene versammeln sich nach reichlich Regenschauern zur Materialausgabe in Form von Vorschlaghämmern, Äxten, Sägen und gefühlten Tonnen an Holzbohlen und Pfosten, um unter fachkundiger Anleitung von Axel Hake und Daniel Dammeier diverse Wegbegrenzungen und Treppen zu erneuern. Ein schweißtreibender, toller Job beginnt; und wir hoffen, die Ergebnisse unserer Arbeit noch lange in intaktem Zustand erblicken zu können. Lena wird zur Oberschrebergärtnerin befördert ob ihres akkuraten mineralischen Verfüllungsdranges.

So, 15:00 – private Felsaktion der SBs, Teil 2, mit weiteren Vorstiegen am scharfen Ende ohne Bohrhaken.

So, 18:00 – Tanjas Eltern stoßen hinzu und verkürzen die Wartezeit (auch Tanja und Sandra waren in die Höhle entschwunden) bis zur Abfahrt mit einhändigen tollen Seiltricks.

Damit geht ein weiteres interessantes, abwechslungsreiches Naturerlebnis für die Braunschweiger zu Ende – dank des Einsatzes vieler ehrenamtlich tätiger Trainer im JDAV-Nord.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 24. August 2017