Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2018
Jugendgruppe

Harzer Verschneidung vs. deutsches Spiel

Thorsten Henszelewski

Die Schnarcherklippen waren unser Ziel. Wochen vorher schwärmte ich bereits von der Großen Verschneidung. Nur eine 5+, dann verdreht Lena immer die Augen, weil ich sie damit ärgere, dass auch einfachere Routen wundervoll sein können. Aber bevor es ans Klettern ging, gelebte Theorie. Keile und Friends legen in Bodenhöhe. Unser jüngster Steinbeisser Luca, 11 Jahre, hat das schon ganz gut gemacht. Neu war es auch für Tim und Remy. Für Lena war es eine Wiederholung. Dann endlich ein leichter Gipfel, nur eine 3- :), aber Lena ist sie souverän vorgestiegen. Wieder Augen verdreht, zu leicht :) (Dieser Running-Gag ist für dich, solltest du es lesen). Oben dann gemeinsam wieder am Gipfelkreuz. Ok, es dauerte, bis wir alle Luca überredet hatten, die Hände vom Fels zu nehmen. Er hing am Abgrund und sollte sein erstes Mal abseilen üben. Er hat seine Angst überwunden und schaute glücklich, als er in die Tiefe abgelassen wurde. Danach - noch hintersichert – dann die Große Verschneidung. Tim und Lena mussten dort Keile legen, um ihre Erfahrungen zu sammeln.

Dann eine Schrecksekunde. Ich schaute auf die Uhr. Mist. Deutschland spielte schon und eigentlich wollte ich um 17.00 Uhr wieder in Braunschweig sein. So habe ich die zweite Halbzeit im Auto gehört. Deutschland mochte verloren haben, aber wir anderen hatten gewonnen. Ein wunderschöner Tag im Harz, wundervolle Kletterei. Schließlich ist Klettern wichtiger als Fußball.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 1. September 2018