Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2019
Jugendgruppe

Die Jugendgruppe Cliffhänger in Franken

Erik Werner

Cliffhänger
Foto: Archiv Hübner

Wenn man das erste mal an den Fels fährt, hat man bis dahin eigentlich nur eine Ahnung, worum es beim Klettern geht. Man hat jede Menge angesammeltes Selbstbewusstsein im Gepäck, um dann vor Ort zu realisieren, dass man irgendwie eine ganz andere Welt betreten hat. So ging es auch mir.

Gesa in ihrer ersten Vorstiegsroute mit mobilen Sicherungen
Foto: Clara Hübner

Zusammen mit einem Teil der Cliffhanger hatte ich die Möglichkeit, über das Pfingstwochenende in diese Welt des Sportkletterns einzutauchen. Für knappe vier Tage haben wir gemeinsam unterschiedliche Felsen besucht und so einige Routen erklommen. Jeden Tag gab es neue Herausforderungen und die bestanden zum Teil schon darin, überhaupt an die Wand zu kommen. Bei bestem Wetter waren wir natürlich nicht die Einzigen auf der Suche nach Griffen,Tritten und einem Platz an der Wand.

Erik auf der Suche nach den Griffen
Foto: Clara Hübner

Vor allem aber traut man sich mehr als in der Kletterhalle. Kleine, schmale Tritte werden auf einmal ganz groß, weil einem einfach die Alternativen noch weniger zusagen. Und wenn dann auch noch der beste Griff lose ist, braucht man schon mal einen Moment, um sich neu zu sortieren.

Dennoch war die Motivation der Gruppe super. Vollzeit war man entweder selber klettern oder mit Sichern beschäftigt. Kurze Pausen und Zeit zum Essen gab es nur zwischendurch. Beim gemeinsamen Abendessen und kochen war dann die Zeit, um sich zu erholen. Im Schlafsack wusste man dann, was man den Tag über getan hatte.

Es waren wunderbare vier Tage. Ein Abenteuer, das ganz klar den Durst nach mehr geweckt hat und jedem nur zu empfehlen ist.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 6. September 2019