Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2019
Allgemein

Es ist ein Wunder geschehen!!!

Die Kapelle an der Braunschweiger Hütte kann gebaut werden

Armin Rogge, Vorsitzender des Kapellen-Freundeskreis Braunschweiger Hütte e.V.

Diesen Ausspruch der Begeisterung bekam ich am 15. Juni telefonisch von Dompredigerin Cornelia Götz. Tags zuvor war in der Braunschweiger Zeitung (BZ) ein ausführlicher Bericht über unseren Traum, eine Kapelle neben der Braunschweiger Hütte zu bauen, erschienen. Der 2016 gegründete gemeinnützige Verein “Kapellen-Freundeskreis Braunschweiger Hütte e. V.“ hat sich dies zum Ziel gesetzt.

Foromontage mit der Braunschweiger Hütte und der geplanten Kapelle
Foto: Norbert Decker

Aber zurück zum Beginn des Traums. Durch die Generalsanierung der Braunschweiger Hütte musste der Kapellen- oder auch Andachtsraum einem Fluchttreppenhaus weichen. Als Sektion des DAV konnten wir wegen fehlender Satzungsziele keine Kapelle auf Spendenbasis finanzieren. Die Idee wurde geboren, dafür einen Verein zu gründen. Treibende Kräfte waren damals die Hüttenwarte Norbert Decker, Günter Gehrke und Armin Rogge. Norbert Decker hat im Maßstab 1:50 ein Modell der Kapelle gebaut. Dies dient auch, mit einem Schlitz im Dach versehen, als Spendenbox bei verschiedenen Anlässen. Durch Spendenaufrufe, auch in diesem Medium, kamen 16.000 € zusammen. Bei einer benötigten Summe von 76.000 € hätten wir wohl noch Jahre gebraucht. Zum Hüttenjubiläum 2017 war unser OB Ulrich Markurth der Einladung der Sektion gefolgt. Von unserem Traum angetan, versprach er mir an diesem Abend, die noch erforderlichen Spendengelder bei Sponsoren einzuwerben. Dies erfolgte durch einen Brief, der an verschiedene Stiftungen und Firmen verschickt wurde. Als Ergebnis bekamen wir zwei größere Spenden.

So langsam wurde der Vorstand des Vereins unruhig! Schaffen wir es eventuell nicht? Wie lange sollen wir noch sammeln? Wir benötigten zu diesem Zeitpunkt immer noch ca. 50.000 €. So bin ich nochmals auf den Oberbürgermeister zugegangen und erinnerte ihn an seine Aussage. Daraufhin erfolgte eine Einladung zu einem Pressegespräch im Rathaus. Schon wenige Tage später hatte Henning Noske von der BZ einen hervorragenden Artikel in der Samstagausgabe platziert. Das brachte schlussendlich den Durchbruch. Es flossen von zehn Spendern rund 1.800 € in die Kasse. Und nun das Wunder: in einer E-Mail wurde Frau Götz die Übernahme der benötigten Restsumme zugesagt. Wenige Minuten vor der 12 Uhr Andacht im Dom hat sie mir das “Wunder“ noch schnell mitgeteilt.

Von der Probstei Braunschweig erging eine Mail an alle Pfarrerinnen und Pfarrer, ob es für die Kapelle ausgesondertes Gestühl gibt. Ebenso wurde nach einer kleinen, nicht mehr benötigten Glocke gefragt. Stühle und sogar eine Orgel sind uns angeboten worden; eine Glocke fehlt noch. Die Baugenehmigung wurde uns von der Gemeinde St. Leonhard im letzten Jahr erteilt. Der Baugrund ist für uns kostenfrei. Der Bauantrag mit den Zeichnungen wurde von einer Architektin erstellt und gesponsert. Grundlage dafür war unser Modell. Von einheimischen Firmen bekommen wir „Rabatte“ für deren Leistungen beim Bau der Kapelle.

Im Namen unseres Vereins möchte ich mich bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich bedanken. Wir können mit dem Bau der Kapelle beginnen; Sie haben geholfen, diesen Traum zu verwirklichen. Neben den fast 100 einzelnen Spenden sind wir großzügig von der Richard Borek Stiftung, von der Landeskirche, von KANADA BAU und dem Braunschweiger Dom unterstützt worden. Nach einer sehr erfolgreichen Spendenaktion der Braunschweiger hat letztendlich Florian Rehm den noch offenen Betrag übernommen. Wir können mit der Umsetzung des Traums beginnen!

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 6. September 2019