Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2019
Jugendreferat

Jugendgruppenfahrt nach Orpierre

Fred und seine Freunde

Clara, Gesa, Gesa, Amrei und Benjamin

Orpierre
Foto: Archiv Lange

Die drei Freunde Fred, Hannibal und Fridolin-Günther machten sich zusammen mit Steinbeissern, Cliffhängern und Nonplusultras auf den Weg nach Orpierre, um die Gruppe kletterbegeisterter Menschen zu unterstützen. Als sie sich des Wahnsinns ihres Vorhabens bewusst wurden, holten sie sich professionelle Hilfe von Gerry, Rosie, Fritz und Mo, die sich ebenfalls bestens vor Ort auskennen.

Acht Tage lang begleiteten sie die Gruppe durch sechs Klettergebiete, drei Mehrseillängenrouten und 12.500 Höhenmeter. Die 7 trotzten den engen stickigen Rucksäcken und der Hitze, um die Kletterer jeden Tag bei der Wahl der Routen mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Dabei erlaubten sie sich den einen oder anderen Scherz und irritierten die Gruppe mit falschen Angaben über die Exen-Anzahl oder Routen, die gar nicht mehr existierten. Nicht immer wurden die 7 mit dem notwendigen Respekt behandelt und fühlten sich das ein oder andere Mal unfair behandelt, wenn sie alleine neben den stinkenden Kletterschuhen liegen gelassen wurden. Immerhin verhinderten sie ein komplett planloses Umherirren von diesen Menschen, die mit Seilen den Fels hoch klettern wollten.

Genussklettern in Agnielles
Foto: Benjamin Lange

Allerdings musste das Team um Fred neidlos anerkennen, dass die Gruppe erstaunliche Leistungen ablieferte. So konnten sie zusehen, wie Tim Possible die Mission Impossible in den ersten Zügen mit erstaunlicher Leichtigkeit bezwang, Henni ihre erste 6a im Vorstieg bestritt und Lena unermüdlich eine schwere Route nach der anderen in "Fließbandmanier" abspulte.

Amrei, Benni, Elisabeth und Lars sammelten ihre ersten Klettermeter in Orpierre und kamen in den Genuss von Plattenkletterei, Mehrseillängenrouten und der französischen Hitze. Gesa L. hielt Griffe fest, die sie in den früheren Jahren nicht als solche bezeichnet hätte und stieg viele Routen vor.

Selbst der Sonnenbrand hielt Vanessa nicht davon ab, etliche Routen zu klettern und Sandra stieg im Vergleich zum letzten Jahr alles vor, was ihr unter die Hände kam. Tanja läuft souverän an den Platten nach oben und hakte eine Route nach der anderen ab. Gesa A. stieg nicht nur viel mehr Routen vor als noch im Vorjahr, sondern stach insbesondere durch die am meisten geklettert Höhenmeter der Gruppe hervor.

Tim in der Mission Impossible, 8c
Foto: Benjamin Lange

In diesem Jahr kam die Gruppe in den Genuss eines professionellen Fotografen der vor nichts zurückschreckte, um an gute Fotos zu gelangen. Mithilfe von hart technischer Kletterei wurde er in Überhänge gehievt.

Während Thorsten den anderen im Vorstieg das Seil klaute und täglich die einfachsten Dinge so kompliziert erklärte, dass er sie selber nicht mehr verstand, behielt Clara stets einen kühlen Kopf und den Überblick.

Die Franzosen, die ungefragt die Routen umbauten, weil sie der Meinung waren, mehr Ahnung zu haben, würden wir nicht gerne erneut antreffen. Von den Belgiern lernen sie aber gerne noch weitere Klettervokabeln. Der "undergrip" wird sicherlich in das Sprachvokabular der Braunschweiger Gruppe aufgenommen.

Am Ende wurden die sieben Freunde liebevoll zwischen die dreckigen Klamotten und Klettersachen gelegt und gelangten so unbeschadet nach Hause. Allerdings freuen sie sich jetzt schon wieder, die Truppe nächstes Jahr nach Frankreich zu begleiten, um weitere Abenteuer zu erleben. Die bisherigen Frankreich Expeditionsabenteuer verdanken sie dem Engagement und der Organisation von Thorsten!

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 6. September 2019