Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 3/2019
Skigruppe

Das Tannheimer Tal

Ziel der diesjährigen Skigruppenfahrt

Walter Sprenger
24 Stunden Pulverschnee
Foto: Walter Sprenger

Planungsgrundsatz für die Winterreisen der Skigruppe unserer Sektion seit mindestens zwei Jahrzehnten: Alle zwei Jahre geht es in die attraktiven Skigebiete Norwegens. In den Jahren dazwischen gibt es regional wechselnde Zielgebiete. Mal in den Bayrischen Wald, mal ins Erzgebirge und natürlich auch nach Österreich. Nachdem wir 2018 in Norwegen waren, fuhr die Gruppe - wie schon 2015 - im Februar wieder in das Tannheimer Tal.

Sonnenaufgang
Foto: Walter Sprenger

Warum Tannheimer Tal ? „Im Tannheimer Tal werden Langlaufträume wahr“. So begründet es die Tourismusinformation Tannheim. „ Langlaufen im schönsten Hochtal Europas“: eine weitere starke Aussage in der Werbung für das Tal. Bemerkenswert auch: „Die vignettenfreie Anreise sorgt von Beginn an für stressfreie Ferien“.

Blick auf Loipe, Gimpel und Rote Flüh
Foto: Walter Sprenger

Was auch immer Motiv für den Urlaub in und um Tannheim herum gewesen sein mag: Uns hat es vor vier Jahren sehr gut gefallen. Dieses Mal noch besser, weil es der Winter sehr gut gemeint hat. Gleich am Anfang hat er bis in die Nacht feinsten Pulverschnee herab rieseln, nein herunter schütten lassen. Anschließend schien dann nur noch die Sonne auf die tiefverschneite Landschaft. Zauberhaft !!!

Das Tannheimer Traumtal
Foto: Walter Sprenger

Ja, das Tannheimer Tal hat was zu bieten. Gut gepflegte Loipen für den klassischen Langläufer. Auch der Skating orientierte sportliche Läufer kommt voll auf seine Kosten. Und schließlich wer beides will - Skilanglauf und Alpinski – findet auch einige reizvolle Pistengebiete. Abfahrtspisten ohne den Rummel von Sölden und Ischgl. Ohne lange Wartezeiten und ohne alkoholisierte Skifahrer.

Der tiefverschneite Vilsalpsee
Foto: Walter Sprenger

Verlässliche Veranstalter waren wie vor zwei Jahren Brigitte und Helmut. Dank ihrer frühzeitigen Vorsorge fanden wir wieder Unterkunft im Landhaus Gugger im Ortsteil Berg auf der Sonnenseite von Tannheim. Ein gemütliches Hotel mit einem wunderschönen Ausblick auf das Neunerköpfle im Süden und auf Gimpel und Rote Flüh im Osten. Rote Flüh, weil die Felsen beim Sonnenuntergang oft in kräftigem Rot erglühen.

Foto: Walter Sprenger

Auf den Loipen zwischen Unterjoch und Nesselwängle hatte die Gruppe je nach Temperament, Leistungsfähigkeit und sportlicher Motivation reichlichen Auslauf. Eine Loipe führte erträglich ansteigend zum einsam gelegenen Vilsalpsee mit seiner hochalpinen Kulisse. Und schließlich: auf gut geräumten Wegen mit traumhaften Ausblicken konnten wir uns auch wandernd entspannen.

Auch kulinarisch, gastronomisch wird man in Tannheim gut bedient. Wer es bequem haben wollte, konnte im Landhaus Gugger gut speisen. Aber auch im Ort, auf kurzen Wegen erreichbar, gab es eine gute Auswahl. Besonders gastlich die Schäferhütte. Als Belohnung für den Aufstieg am Abend gab es für alle einen Obstler nach Wunsch.

Ja, es war eine wunderschöne Woche. Eine Woche, die zur erneuten Wiederholung motiviert. Nun aber ist Norwegen wieder in der Planung. Nach Venabu wird es gehen. Dort haben wir nicht nur einmal beste Erfahrungen gemacht. Auch der Schreiber dieser Zeilen hat sich wieder in die Anmeldungsliste eintragen lassen. Obwohl es 2018 so bitterkalt war, dass ihm fast die Nase abgefroren ist und er vor Ort fest entschlossen war, nie wieder im Winter nach Norwegen zu reisen.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 6. September 2019