Leistungssportreferat

Nord-Ostdeutsche Meisterschaft Bouldern 2021

Fabian Kolaczek

Freitag – Vorabend des Wettkampfes

Am Vorabend des Wettkampfes herrscht bereits reges Treiben im Greifhaus. In den letzten drei Tagen wurden die Wettkampf-Boulder durch die Routenschrauber vorbereitet und erhalten nun den letzten Feinschliff. Ziel ist, dass die Routen weder zu einfach noch schwierig sind, herausfordernde Bewegungsprobleme beinhalten und den Athlet*innen und Zuschauer*innen einen spannenden Wettkampf bieten. Zudem finden sich die 21 freiwilligen Helfer*innen für die zu besetzenden Posten als Schiedsrichter*in und Isolationsbetreuer*innen zum obligatorischen Covid19 Test ein. Erfreulicherweise sind keine positiven Fälle zu vermelden, die Vorbesprechung kann starten. Die Aufgaben werden verteilt und es gibt eine detaillierte Einweisung in das jeweilige Aufgabengebiet durch den offiziellen Jurypräsidenten Philipp Bannasch und die DAV-Schiedsrichter Ralf Kowalski und Martin Bernhardt, bevor sich rechtzeitig vor dem Wettkampfstart für den nächsten Morgen verabredet wird.

Samstag – Wettkampftag

Ab dem frühen Vormittag treffen die Athlet*innen im Greifhaus ein und melden sich zum Wettkampf an. Zunächst geht es in die Isolationszone, um sich individuell aufzuwärmen und auf den Wettkampf vorzubereiten. Dort warten bereits die Isolations-Betreuer*innen, die sowohl bei Fragen zur Seite stehen als auch jederzeit den Zeitplan im Blick haben. Bald geht es los mit der Qualifikation, die Schiedsrichter*innen warten schon gespannt auf Ihren Einsatz und freuen sich darauf, eine faire Wertung aller Athlet*innen festzulegen.

Los geht’s: Bereits der erste Boulder der Damen hat es in sich, ein weiter Sprung vom Start und anschließend ein kraftvoller weiter Zug zum Top. Obwohl einige Athletinnen die Zonenwertung erreichen, so schafft es nur eine der insgesamt 21 Starterinnen sich den Top zu holen. Ähnlich spannend startet es bei den Herren, eine kräftezehrende Route durch den Überhang bringt die 40 Athleten an ihre Grenzen, nur jeder Zweite schafft es zur Zonenwertung und bloß 5 erreichen den Top, darunter unser Sektionsmitglied Thorben Perry Bloem. Bei den Damen geht es im Verlauf der Qualifikation spannend weiter, auch der zweite Boulder wird nur von der vorläufig Führenden getoppt, erst den dritten Boulder schaffen über der Hälfte der Athletinnen und nach dem vierten Boulder stehen schließlich die 6 Finalistinnen fest. Bei den Herren ist zwar der zweite Boulder mit 23 Top-Wertungen versöhnlicher, der dritte Boulder erweist sich dann jedoch als echtes „Brett“, keiner der Teilnehmer schafft es den Zielgriff festzuhalten. Schließlich bringt der vierte Boulder die Entscheidung darüber, welche 6 Teilnehmer ins Finale einziehen.

Während für viele Athlet*innen nun der Wettkampf bereits beendet ist, geht es für die 12 Finalist*innen erneut in den Isolationsbereich. Das Finale bei den Herren ist packend bis zum letzten Boulder, Lasse von Freier sichert sich den Gesamtsieg vor Thorben Perry Bloem und Max Prinz. Bei den Damen steht bereits nach drei der vier Final-Boulder die überragende Siegerin Helene Wolf fest, es bleibt aber dennoch spannend, da erst der vierte Boulder die Entscheidung über die weiteren Platzierungen bringt: Martha Karpeter auf Platz zwei und Leonie Muth auf Platz 3.

Siegerinnen
Foto: Fabian Kolaczek
Sieger
Foto: Fabian Kolaczek

Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, die zum Erfolg des Wettkampfes beigetragen haben, insbesondere die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 28. September 2021