Jugendgruppe

Tourenerlebnisse zum Teilen

Vorschläge unserer Jugendleiter

Laila Meder,Clara Hübner,Lukas Hilbers,Benno Seydel
Traumhaftes Alpenpanorama
Foto: Laila Meder

In diesem Heft möchten wir euch ein paar Touren von den Jugendleiter*innen vorstellen, welche sie euch gern weiterempfehlen. In den kommenden Heften stellen wir immer wieder Touren vor und freuen uns auch über Tourenberichte aus den Kinder- und Jugendgruppen, welche wir hier veröffentlichen dürfen.

Habt ihr eine Tour erlebt, welche ihr unbedingt weiterempfehlen wollt? Dann schreibt gern an jugendreferat@davbs.de


Laila Meder

Region: Schwarzwald
Art der Tour: Snowboardtour
Schwierigkeit: L+ (leicht, aber für die Abfahrt sollte man sein Sportgerät dennoch gut beherrschen)
Sternebewertung: 4 von 5

Unterhalb des Belchen Gipfels
Foto: Fabian Kolaczek

Wenn wir aufgrund der geltenden Corona Beschränkungen schon nicht in die Alpen fahren können, wollten Fabian und ich zumindest so nah wie möglich dran kommen. Was liegt da näher als ein Ausflug in meine Heimat, den Schwarzwald?! Seitdem wir gemeinsam Snowboardtouren gehen, sind wir tatsächlich immer am Schwarzwald vorbei direkt in die Alpen gefahren. Das war bisher eindeutig ein Fehler, denn der Schwarzwald ist wirklich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Eine unserer Touren führte uns aus dem kleinen Wiesental auf den 1.412 m hohen Belchen, der nach dem Feldberg, Seebuck und dem Herzogenhorn vierthöchste Berg im Schwarzwald. Gestartet sind wir von den unteren Belchenhöfen. Ich habe sehr gestaunt, als wir feststellten, dass es einen offiziellen Tourengeher Parkplatz gibt und wir neben den gerade auffellenden Skitourengehenden unsere Pieps Geräte checkten. Mit zunehmender Höhe eröffnete sich uns immer mehr das traumhafte Panorama: der Blick über den

Schwarzwald, im Westen bis zu den Vogesen und im Süden bis zu den Alpen! Oben auf dem Gipfelgrat empfing uns ein gefühlt arktisch kalter Wind, der an so mancher Stelle den Schnee komplett weggepustet hatte. Für die extra Höhenmeter fuhren wir auf der anderen Gipfelseite einmal über das Skigebiet ab, stapften die Piste wieder hoch, genossen noch ein kurzes Sonnenbad im Windschatten an der Bergstation und suchten uns zwischen den Bäumen und über die Wiesen unseren Weg zurück ins kleine Wiesental. Auf den letzten Abfahrtsmetern hätten wir uns ein bisschen mehr Schnee gewünscht, aber wer spät dran ist und auf der Südseite in der prallen Sonne abfährt, da ist ein bisschen Matsch vorprogrammiert. Insgesamt eine sehr lohnende Snowboardtour und klappt bestimmt auch auf Tourenski ;-)


Clara Hübner und Lukas Hilbers

Region: Harz - Okertal
Art der Tour: Klettern
Schwierigkeit: kommt ganz drauf an;)

Routenauswahl an der Marienwand
Foto: Lukas Hilbers

Treffpunkt 8:00 Uhr am Bahnhof, wie gefühlt jeden zweiten Tag im letzten Frühjahr. Fahrräder sind gepackt, Maske auf und mit dem Zug bis Oker fahren. Dort schwingen Lukas und ich uns auf den Sattel und fahren meist zum Schlafenden Löwen. Dort ist ein wunderbarer Fahrradparkplatz. Je nach Wetter, Lust und Laune begeben wir uns auf einen kürzeren oder längeren Zustieg zum Fels. Ob Adlerklippen, Zieten, Kurfürst oder einfach am Schlafenden Löwen bleiben. Bei der Vielzahl an tollen Felsen fällt die Wahl nicht so leicht. Einen Mittwoch wollten wir uns einen entspannten Tag an der Marienwand machen, daher ist neben Tristan dem Kletterführer auch Bernd das Crashpad mitgekom

men, um zwischen den schönen langen Touren die obligatorische Schokolade gemütlich essen zu können. Nachdem Bernd optimal mit Blick auf die Wand ausgerichtet und sich darauf liegend die Wand angeschaut und eine Route ausgesucht wurde, ging das Klettern los. Als wir am Ende des Tages beide die Gecko Alive in unser Tourenbuch eintragen konnten, ist uns bewusst geworden, das mit dem „Wir klettern nur entspannte leichte schöne Touren.“ hat nicht ganz geklappt, aber super war der Tag trotzdem.

Was wollen wir mit dem Text sagen? Man muss nicht immer bis in die Alpen, um schöne Klettermomente zu erleben, der Harz ist nah und voll mit Felsen, die beklettert werden können! Und das Ganze auch noch umweltfreundlich mit Zug und Rad, wenn das kein Grund ist loszufahren, wissen wir auch nicht weiter :-)


Benno Seydel

Region: Harz Hochland
Art der Tour: Spaziergang - Tour vom Oderteich zur Wolfswarte im Harz 11km
Schwierigkeit: leicht

Blick von der Wolfswarte
Foto: Benno Seydel

Wir starten unsere Tour am Parkplatz bei der Staumauer des Oderteichs. Von dort aus gehen wir am westlichen Ufer (von der Staumauer aus gesehen links) entlang des Wassers Richtung Sonnenkappe. Am Ende des Badebereiches geht nach links ein Weg ab, der nach kurzer Zeit auf einen Forstweg trifft. Hier biegen wir nun nach rechts ab und folgen ihm, bis wir zu der Sonnenkappe kommen. Dort teilt sich der Weg.

Wir nehmen den Weg nach links, der dem Bach flussaufwärts in Richtung Wolfswarte folgt. Wir gehen immer weiter gerade aus. Vorbei am Märchenpfad zum Torfhaus und einem Forstweg, bis wir auf den Clausthaler-Flutgraben treffen. Hier biegen wir nach rechts ab und folgen dem Kanal Strom abwärts. Über eine kleine Holzbrücke hinweg geht es immer weiter geradeaus, unter einer Hochspannungsleitung hindurch, bis zu der Kreuzung, wo wir zu unserer Rechten die Fahrstraße vom Torfhaus nach Altenau sehen. Dort gehen wir über die Brücke nach links und folgen dem Wegweiser zur Wolfswarte. Der Weg führt uns bis auf die Wolfswarte. Oben angekommen genießen wir den Ausblick, bevor wir auf bekanntem Weg bis zur Sonnenkappe wieder absteigen. An der Sonnenkappe verlassen wir den uns bekannten Weg, um unsere Runde um den Oderteich abzuschließen. Wir biegen links ab und gehen nun auf der Westseite des Stausees entlang durch den Nationalpark. Anfangs ist noch nicht viel vom See zu sehen, aber nachdem wir an dem Abzweig nach Oderbrück geradeaus vorbeigegangen sind, biegt bald ein Pfad durch die Tannen nach rechts ab, der uns vor zum Ufer bringt. Teils über Holzstege, teils durch Wurzelgeflecht geht es immer weiter bis wir an der Staumauer ankommen. Über diese gehen wir nun Richtung Parkplatz zurück.

Von der Wolfswarte hat man einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang, dann sollte man aber für den Abstieg mehr als die Taschenlampe im Smartphone dabeihaben.


Lukas Hilbers

Foto: Stafan Hanson

Ich habe mich dafür entschieden, bei der Jugendleiterausbildung einmal nichts mit Klettern zu machen und deshalb das Thema „Mountain. Bike. Natur“ ausgewählt - das war in dieser Form die erste Grundausbildung dieser Art in der jdav.

Dort haben wir uns das Ziel gesetzt, die Woche gemeinsam so nachhaltig wie möglich zu verbringen. Dazu haben wir die Mountainbikes neben ihrer Funktion als Sportgeräte auch zur Fortbewegung benutzt. Wir haben damit in der Region eine Sennalpe (mit Führung und Kälbchen streicheln), Unverpackt-Läden und Wochenmärkte besucht und draußen in der Allgäuer Natur gekocht und geschlafen. Zwischendurch wurden in entspannter Atmosphäre, z.B. am Lagerfeuer, die Unterrichtseinheiten eingeschoben.

Einige schöne und lange Trails sind wir ebenfalls gefahren. Sowohl an Handwerkszeug als Jugendleiter und Naturerlebnissen konnte ich viel mitnehmen.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 28. September 2021